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Schicht im Schacht mit 67? – Gesund bleiben in der Schichtarbeit

Zu den Anforderungen der heutigen Arbeitswelt gehört es, flexibel zu reagieren und mobil zu sein. Unmittelbares Reagieren auf Kundenwünsche und kontinuierliche Wettbewerbsfähigkeit erfordert in vielen Branchen die Arbeit rund um die Uhr. In etlichen Berufen ist dies seit langem unabdingbar, so wollen wir in der medizinischen Versorgung und in vielen anderen Dienstleitungssektoren nicht mehr auf kontinuierliche Arbeitsabläufe verzichten. Auch im produzierenden Gewerbe ist die Arbeit in Schichten seit langem nicht mehr wegzudenken. Die Zunahme des Dienstleistungssektors und der steigende Wunsch nach Flexibilisierung im 21. Jahrhundert haben einen drastischen Anstieg in der Zahl der Schichtarbeitenden herbeigeführt. So kommt es, dass 2011 in Deutschland etwa 17 Millionen Erwerbstätige in einem Wechselschichtsystem arbeiteten, davon 2,5 Millionen in Nachtschicht (600 000 Frauen und 1,9 Millionen Männer, s. Quelle 1)

 


 

Schichtarbeit ist nicht nur anstrengend, sondern auch gesundheitsgefährdend

Studien zeigen, dass Schichtarbeit Arbeitnehmern besonders viel abverlangt. In Spät- und Nachtschichten sind Unterschiede in der physiologische Arbeitsbeanspruchung zu verzeichnen. Die objektive Belastung steigt bei gleicher Tätigkeit in den verschiedenen Schichten:

  • In der Frühschicht: 100 %
  • In der Spätschicht: 113 %
  • In der Nachtschicht: 156 %

Grund dafür ist die Arbeit gegen die „innere Uhr“: Wir arbeiten in der Schichtarbeit entgegen dem biologischen Rhythmus des menschlichen Körpers. Die meisten biologischen und psychischen Vorgänge in unserem Körper verlaufen nämlich nach einem natürlichen Rhythmus. Viele Körperfunktionen haben einen Zyklus von etwa einer Tageslänge und werden als zirkadiane Rhythmen bezeichnet. So sind beispielweise Blutdruck, Puls, Atmung, Körpertemperatur und Verdauung an die innere Uhr geknüpft. Äußere Zeitgeber wie Tageslicht sind dafür verantwortlich, dass sich die „innere Uhr“ nach dem Tag-Nacht-Rhythmus richtet.

Da der Mensch von Natur aus tagaktiv ist, sind wir am tagsüber und insbesondere am Morgen besonders leistungsfähig. Während der Nacht fahren sich dann sämtliche Körperfunktionen runter. Der Körper ist auf Ruhe programmiert, wodurch wir weniger konzentriert und leistungsfähig sind.

Das Ergebnis der Zusatzbelastung in Spät- und Nachtschichten sind erhöhte Fehlerquoten. Tschernobyl, Exxon Valdez, Three Miles Island oder auch die Havarie der Costa Concordia – alle vier Katastrophen ereigneten sich in der Spät- und Nachtschicht.

Auch gesundheitliche Risiken werden mit Schichtarbeit in Verbindung gebracht: Arbeiten wir dauerhaft gegen unsere innere Uhr, ist der Körper einer kontinuierlichen Belastung ausgesetzt. Störungen des Bio- und Schlafrhythmus sind die Folge, die körperliche und psychische Konsequenzen mit sich ziehen: Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Magenbeschwerden, innere Unruhe und Nervosität sowie Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind einige der typischen Symptome, unter denen Arbeitnehmer leiden, die Schichtarbeit leisten müssen. Die veränderten Tagesabläufe durch Schichtarbeit haben außerdem oft Auswirkungen auf das Sozial- und Privatleben.

 


Steigende Konsequenzen für Schichtarbeiter im Alter

In der zweiten Lebenshälfte lässt sich eine veränderte Leistungsfähigkeit von Schichtarbeitern verzeichnen. Ab dem 50. Lebensalter lässt die Regenerationsfähigkeit im Durchschnitt nach, zunehmende Schlafstörungen und Magen-Darm-Erkrankungen werden bekundet. Körperliche Arbeit fällt im höheren Alter nicht nur subjektiv schwerer, sie ist es auch objektiv. Der ältere Arbeitnehmer leistet in einer Nachtschicht in physiologischer Hinsicht mehr, als er in jüngeren Jahren geleistet hat; die Arbeitsbeanspruchung steigt über die bereits erwähnten 156 Prozent hinaus an.

 


 

„Schichtarbeit bis zur Rente mit 67 – Wie soll das gehen” ?

In Deutschland steigt das Durchschnittsalter der Erwerbstätigen, bedingt durch den demographische Wandel. Daher stellt sich die Frage: „Schichtarbeit bis zur Rente 67 – wie soll das gehen ?“

Um den schichtspezifischen Problematiken entgegen zu wirken und den Arbeitnehmer fit in der Schichtarbeit zu machen, gilt es rechtzeitig Maßnahmen zur Krankheitsvermeidung in Angriff zu nehmen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben dabei verschiedene Mittel zu Verfügung, die unterstützen können, dass die Mitarbeiter in der Schichtarbeit auch noch bis zur Rente mit 67 gesund und leistungsfähig bleiben.

 


A) Betriebliche Gesundheitsförderung für Schichtarbeiter

Es ist die Aufgabe des Arbeitgebers gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Schichtarbeiter zu entlasten. Eines der wichtigsten Instrumente hierfür ist das Arbeitszeitgesetz welches die Gestaltung von Pausenzeiten, Wochenenddiensten und Arbeitszeiten allgemein regelt. Dieses sieht beispielweise eine Regenerationsphase von 11 Stunden zwischen zwei Schichten vor. Der Arbeitgeber sollte passende Ruheräume zur Verfügung stellen und seine Mitarbeiter dazu anhalten Pausen effizient zu gestalten. Außerdem ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, alle 3 Jahre arbeitsmedizinische Versorgungsuntersuchungen der Schichtarbeiter zu übernehmen. Für Arbeitnehmer ab 50 gilt dies sogar einmal jährlich. Die Aufgabe des Unternehmens ist es, diese Möglichkeit zu kommunizieren und Arbeitnehmer für die Untersuchungen zu motivieren. Job-Rotationssysteme zur Verteilung der Belastung und das Ausbilden junger Nachwuchsmitarbeiter sind weitere Schritte die vom Arbeitgeber eingeleitet werden können, um Schichtarbeiter, besonders im Alter zu entlasten.

Allgemein notwendig ist die Einführung eines ergonomischen Schichtsystems durch den Arbeitgeber. Ein ergonomischer Schichtplan ist grundsteinlegend für die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Schichtarbeiter und bringt in der Regel Produktionssteigerung und eine bessere Kostenentwicklung mit sich. Nur gesunde und zufriedene Mitarbeiter sind motiviert, engagiert, leistungsfähig und auch leistungsbereit.

Im Allgemeinen, sollten die folgenden Gestaltungsmerkmale beim Erstellen eines betrieblichen Schichtplans beachtet werden:

1. Nicht mehr als drei aufeinanderfolgende Nachtschichten

Der menschliche Körper gewöhnt sich nicht an Nachtschichten. Deshalb sollten die Nachtschichtblöcke möglichst kurz sein, um den Organismus etwas zu entlasten. Außerdem kann durch kurze Wechsel die Ansammlung eines Schlafdefizits vermieden werden.

2. Schnelle Wechsel und vorwärts rotierende Schichten

(Früh, Spät, Nacht) – Schnelle Rotation macht es dem Körper leichter, von einer Arbeitszeit zur nächsten zu wechseln und ist dadurch langfristig nachweislich schonender. Und die Vorwärtsrotation – also die schrittweise Verlängerung des Tages – entspricht unserem Biorhythmus besser als eine Verkürzung?

3. Freizeiten im Block nehmen, nicht als einzelne Tage

Zusammenhängende freie Tage sind besonders hochwertig für die Erholung und die Lebensqualität.

4. Ausreichend Ruhezeiten zwischen zwei Schichten

(Mindestens elf Stunden) Regenerationsphasen sind essentiell für die Gesundheit der Schichtarbeiter

5. Kurze Schichtdauer bei schwerer Arbeit

Schichtpläne sollten bei der Festlegung der Schichtdauer die Art der Tätigkeit oder die Arbeitsschwere berücksichtigen. Körperliche sowie geistige Belastung sollte zur Kenntnis genommen werden und die Arbeitsdauer, vor allem in der Spät- und Nachtschicht, eventuell verkürzt werden.

Es bleibt zu bemerken, dass es keinen allgemeingültigen, idealen Schichtplan gibt. Es gibt eine unüberschaubare Anzahl verschiedener Variationen von Schichtplänen, jeder mit seinen eigenen Vor- und Nachteilen. Jedoch, es gibt auf betriebliche Besonderheiten abgestimmte gute Modelle für den Betrieb.

Best-Practice-Beispiele für gesunde Schichtarbeit: Volkswagen AG & Robert Bosch GmbH

Das Unternehmen Volkswagen hat beispielweise seit Anfang 2011 auf ein 17-Schichtenmodell mit vier Schichtmannschaften umgestellt. Maximal liegen nun zwei Früh- und Spätschichten und maximal 3 Nachtschichten hintereinander. Der schnelle Wechsel der Schichten und längere Ruhephasen kommt den rund 1100 VW-Beschäftigten, die in dem Schichtsystem arbeiten, zu Gute.

In dem Hauptwerk Reutlingen der Robert Bosch GmbH kommen je zwei Tage Früh-, Spät- und Nachtschicht direkt hinter einander; danach haben die Beschäftigten sechs Tage frei. Das alte Modell (vier Tage Früh-, Spät-, und Nachtschicht im Wechsel) wurde im Jahr 2012 nach einer Testphase von dem neuen Schichtmodell abgelöst. Bei der Schichtplangestaltung waren Mitarbeiter aktiv beteiligt. So fanden Befragungen vor und während der Umstellung statt; die Arbeitnehmer wurden angehalten Schlaf- und Befindlichkeitsprotokoll zu führen, außerdem gab es nach der Testphase eine Abstimmung zur Frage, ob das neue System eingeführt werden sollte. Die abschließende Beurteilung aus arbeitsmedizinischer Sicht zeigte einen deutlichen Rückgang von gesundheitlichen Problemen bei Nachtarbeit, einen Rückgang der Fehlzeiten und den Anstieg der Beliebtheit der Kontiarbeit bei den Mitarbeitern.

Prinzipiell lässt sich festhalten, dass tiefgreifende Veränderungen im Schichtsystem am besten funktionieren, wenn die von den Veränderungen betroffenen Arbeitnehmer am Entscheidungs- und Umsetzungsprozess beteiligt werden.

 


 

B) Gesundheit in die eigene Hand nehmen

Nicht nur der Betrieb ist dafür verantwortlich, die Risiken, die aus der Nacht- und Schichtarbeit resultieren, einzudämmen. Die Schichtarbeiter selbst, können, in dem sie ein besonderes Augenmerk auf ihre Gesundheit legen, die gesundheitsschädlichen Auswirkungen der Schichtarbeit eindämmen. Hierbei spielen vor allem Faktoren wie Schlaf, Ernährung, Bewegung und soziale Kontakte eine Rolle.

I. Schlaf & schlaffördernde Maßnahmen

Der normale Schlafrhythmus wird durch Schichtarbeit unterbrochen. Schichtarbeiter, insbesondere Nachtschichtarbeiter, die tagsüber schlafen, leiden daher oft unter Schlafstörungen. Der Schlaf am Tag ist störanfälliger und oft von Unterbrechungen bedroht. Er ist somit kürzer, störanfälliger, nicht so tief und weniger erholsam. Untersuchungen haben ergeben, dass der gestörte Tagschlaf langfristig zu mehr gesundheitlichen Problemen führt, zu denen neben Konzentrationsschwäche, Nervosität und vorzeitiger Ermüdung auch Appetitlosigkeit und Magenbeschwerden gehören. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychische Störungen können Folgen des Schlafmangels durch Schichtarbeit sein.

» CHECKLISTE: SCHLAFFÖRDERNDE MAßNAHMEN

a) Versuchen Sie, an den normalen Schlafrhythmus anzuknüpfen! Greifen Sie dazu eventuell auf mehrere Schlafphasen am Tag zurück: eine Hauptschlafphase am Morgen, die nicht kürzer als vier Stunden sein sollte, sowie eine zweite Schlafphase am späten Nachmittag. Insgesamt sind sieben Stunden Schlaf pro Tag wichtig für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Kurze „Power-Nickerchen“ am Nachmittag sind sinnvoll.

b) Schützen Sie sich vor der Störung durch Licht und Lärm! Schalten Sie unnötige Störquellen aus (z.B. Türklingel, Handy) und wählen Sie den ruhigsten Raum im Haus für Schlafzimmer (entfernt von Küche und Bad). Unterrichten Sie außerdem Nachbarn und Familienmitglieder und bitten Sie diese Ruhe während ihrer Schlafphasen zu wahren.

c) Sorgen Sie für die gute Belüftung ihres Schlafzimmers! Schlafen Sie kühl und dunkel!

d) Verwenden Sie keine Schlafmittel oder Alkoholika als Einschlafhelfer, da diese den Erholungswert des Schlafes mindern!

e) Greifen Sie stattdessen auf natürliche Entspannungstechniken, z.B. autogenes Training, progressive Muskelentspannung, etc. vor dem Schlafengehen zurück!

f) Trinken Sie keinen Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke in den letzten 4 Stunden vor dem Schlafengehen!

II. Ernährung als Schichtarbeiter

Unser Körper richtet sich mit seinem Bedürfnis der Nahrungsaufnahme und der Verdauungsarbeit nach dem Tag-Nacht-Rhythmus. Mit der Schichtarbeit gehen viele Änderungen im persönlichen Tagesablauf wie z.B. veränderte Essenszeiten und Essensgewohnheiten einher. Da unregelmäßige Ernährung oft Magen-Darm Probleme mit sich ziehen, ist es wichtig sich so nah wie möglich an einem normalen Ernährungsrhythmus zu orientieren.

» CHECKLISTE: GESUNDE ERNÄHRUNG IN DER SCHICHTARBEIT

a) Regelmäßigkeit bei der Ernährung
Mindestens drei, besser fünf kleine Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen.

b) Vor Schichtbeginn und vorm Schlafengehen nicht üppig schlemmen.
Schweres, fettes und kohlehydrathaltiges Essen senkt die Leistungsfähigkeit, da der Magen-Darm-Trakt verstärkt arbeiten muss. Setzten Sie daher eher auf leichte Kost vor Schichtbeginn (ideal: mageres Fleisch, Fisch, Joghurt, Vollkornbrot, etc.) Ebenso sollte ein leichtes Frühstück nach Heimkehr aus der Nachtschicht eingenommen werden, damit Sie besser in den Schlaf finden.

c) Ausreichend Flüssigkeitsaufnahme
Zwei bis drei Liter Flüssigkeit sollten am Tag aufgenommen werden. Zum Durstlöschen eigenen sich am besten Tees, Wasser, Saftschorlen. Auf Kola und Limonaden sollte verzichtet werden.

III. Bewegung als beste Medizin gegen schichtbedingte Erkrankungen

Untersuchungen zeigen, dass Sporttreibende gesünder, zufriedener und ausgeglichener sind. Vor allem Bewegung an der frischen Luft, also bei wechselnden Wetterverhältnissen und UV-Einstrahlung wirken sich positiv auf die Ausschüttung von stressreduzierenden und stimmungssteigernden Hormonen aus. Bessere Laune und Kondition sind die Folge. Außerdem verzeichnen „aktive Mitarbeiter“ weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen, depressive Verstimmungen, Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen. Schichtarbeiter haben jedoch auf Grund ihrer versetzten und unregelmäßigen Arbeitszeiten oft eingeschränkte Möglichkeiten sich z.B. in Sportvereinen sportlich zu betätigen.

» CHECKLISTE: FIT BLEIBEN ALS SCHICHTARBEITER

a) Treiben Sie Sport und sorgen Sie für regelmäßige Bewegung! Viele Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Walking benötigen weder Partner, Mannschaft noch Vereine.

b) Setzen Sie auf Hobbysportler und privatorganisiertes Sportprogramme mit Freunden/ Familie! Dies bietet Ihnen mehr Flexibilität.

c) Eventuell finden Sie sogar einen Sportpartner in der selben Schicht. Gemeinsame Sportaktivitäten lassen sich so leichter koordinieren.

d) Integrieren Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag! Kommen Sie zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit. Laufen Sie Treppen, anstatt den Fahrstuhl zu nehmen. Auch Aktivitäten wie Gartenarbeit oder kurze Spaziergänge zählen zur gesundheitsfördernden Bewegung.

IV. Soziale Kontakte zur Gesundheitsförderung

Schichtarbeiter beklagen oft auf Grund ihrer Arbeitszeiten eingeschränkte Möglichkeiten um soziale Kontakte zu pflegen. Dabei ist allgemein bekannt, dass ein stabiles soziales Netz die Gesundheitsressource „Nummer 1” ist. Brechen soziale Netzwerke weg, so besteht in kritischen Lebenssituationen eine erhöhte Gefahr z.B. psychische Belastungen nicht ausreichend verarbeiten zu können, in Suchtverhalten zu verfallen oder manifeste Depressionen zu entwickeln und an einem Burnoutsyndrom zu erkranken. Der Gefahr einer sozialen Isolation kann am besten vorgebeugt werden, wenn Freizeitaktivitäten mit Freunden und Familie bewusst geplant und durchgeführt werden.

» CHECKLISTE: GESUNDES PRIVATLEBEN

a) Versuchen Sie, so oft es geht, an den gemeinsamen Mahlzeiten in der Familie teilzunehmen!

b) Gleichen Sie fehlende Quantität durch Qualität aus. Planen Sie beispielweise besondere Ausflüge an einem freien Samstag!

c) Planen und führen Sie Freizeitaktivitäten mit Freunden bewusst durch!

d) Sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrem Vorgesetzten über Ihre Wünsche und Bedürfnisse hinsichtlich der Schichtplangestaltung!


 

Fazit

Dass auf Schichtarbeit nicht zu verzichten ist, ist ganz klar. Auch, dass gewisse Risiken mit der Arbeit rund um die Uhr einher gehen. Daher ist es wichtig, dass zunächst jeder einzelne Schichtarbeiter für seine Gesundheit und Leistungsfähigkeit sorgt. Den Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit zu finden und sich aktiv um seine körperliche Fitness zu kümmern, ist besonders für Arbeitnehmer, die gegen ihre innere Uhr arbeiten, von zentraler Bedeutung. Aufgabe des Mitarbeiters. Die des Unternehmens, für gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen zu sorgen und diejenigen Schichtsysteme zu identifizieren, die mit den geringsten nachteiligen Effekten für die Gesundheit ihrer Arbeitnehmer verbunden sind.

Zusammengenommen ist dies ist die Voraussetzung, dass das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit erhält und Mitarbeiter langfristig gesund in der Schichtarbeit bleiben.

 

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UBGM-Gastautorin: Alena Knabe, Psychologin (BA)

 


 

Weiterführende Quellen:

  1. Arbeitsmedizinisches Kolloquium (2011). Deutsche Gesetzlichen Unfallversicherung, Heidelberg
  2. Rudolf Karazmann, Auswirkungen von Schichtarbeit, Lebensqualität und persönliche Entwicklung, erschienen in einem Tagungsbericht des österreichischen Netzwerkes für betriebliche Gesundheitsförderung zum Thema Schichtarbeit.