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HomeOffice – Der Praxisleitfaden für gesundes Arbeiten zu Hause

 

Für einige stellt das Home-Office die Arbeitsweise der Zukunft dar, für andere ist sie in Zeiten von Corona eine unangenehme Pflicht. Vor allem Menschen, die noch keine Erfahrung in der „Arbeit von zu Hause aus“ haben, müssen sich zu Beginn erst einmal an die neue Situation gewöhnen. Schließlich stehen einem auch einige neue Herausforderungen gegenüber, da man sich nun in einem komplett anderen Arbeitsumfeld befindet.

 

Zu diesen Herausforderungen zählen unter anderem:

  • die fehlende Strukturierung durch das Büroumfeld,
  • die erhöhte Ablenkung durch private Themen,
  • die erschwerte Trennung von Privatem und Beruflichem und
  • die veränderte Kommunikation mit dem/der Vorgesetzten und den Kolleg*innen.

In diesem Praxisleitfaden wird deshalb gezielt thematisiert, wie auch im Home-Office sowohl produktiv als auch gesund gearbeitet werden kann.

 


Home-Office vs. Arbeit im Büro: Die Vor- und Nachteile

Grundsätzlich unterscheidet sich die Arbeit im Home-Office von der Arbeit im Büro hauptsächlich durch die Arbeitsumgebung: Während man im Büro von den Kolleg*innen umgeben ist, sind es zu Hause die eigenen vier Wände. Dies bringt verschiedenen Vor- und Nachteilen mit sich, die in der folgenden Tabelle gegenüber gestellt werden.

 

Home-Office Arbeit im Büro
Vorteile Vorteile
  • keine Anfahrtswege
  • Autonomie
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • keine Ablenkung durch den Büroalltag
  • Möglichkeiten bei der Pausengestaltung
  • klare Strukturen
  • klare Trennung zwischen Privatem und Beruflichem
  • keine Ablenkung durch den privaten Alltag
  • direkter Austausch mit Kolleg*innen/Vorgesetzten
  • leichtere Identifikation mit Unternehmen
Nachteile Nachteile
  • erschwerte Kommunikation mit Kolleg*innen/Vorgesetzten
  • erschwerte Identifikation mit Unternehmen
  • erschwerte Trennung von Privatem und Beruf
  • Anfahrtsweg
  • Ablenkung durch Büroalltag
  • erschwerte Vereinbarkeit von Beruf und Familie

 

Auch eine ganze Reihe an Studien hat sich mit dem Vergleich von Home-Office mit der Arbeit im Büro auseinandergesetzt. Häufige Fragestellungen hierbei waren: Was ist besser hinsichtlich der Produktivität des Einzelnen? Wer weißt eine höhere Arbeitszufriedenheit auf? Und wie wirkt sich die jeweilige Arbeitsform auf die Beziehung zu den Vorgesetzten und Kolleg*innen aus?

 


Produktivität im Home Office höher als im Büro

R.S. Gajendran und D.A. Harrion haben sich 2007 intensiv mit diesen Fragen beschäftigt und eine Vielzahl von Studien zu diesen Themen verglichen. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass die Produktivität und die Arbeitszufriedenheit von Personen im Home-Office etwas höher ist als bei Personen, die im Büro arbeiten. Auch die Beziehung zu den Vorgesetzten ist bei Arbeitnehmer*innen im Home-Office etwas besser. Dem gegenüber steht, dass die Beziehungsqualität zu den Kolleg*innen etwas schlechter ist bei Personen, die fast nur im Home-Office arbeiten. Bei denjenigen, die dagegen gelegentlich im Büro sind, sind keine Unterschiede zu finden. Wichtig ist allerdings an dieser Stelle anzumerken, dass die Unterschiede zwischen den beiden Arbeitsformen meist sehr klein waren. Die Antwort auf die Frage, wo man schließlich zufriedener und produktiver arbeitet, ist letztendlich abhängig von den eigenen Vorlieben.

 


7 Tipps für ein erfolgreiches Arbeiten im Home-Office

Home-Office? Kann ich das? Unabhängig davon, ob Sie gerne im Home-Office arbeiten oder nicht, gibt es einige Verhaltensweisen, die ein erfolgreiches Arbeiten im Home-Office stark begünstigen können. Diese werden im Folgenden näher beschrieben.

Tipp:

1. Morgenroutine


Bevor Sie mit der Arbeit im Home-Office beginnen, ist es sehr zu empfehlen, dass Sie sich so verhalten, als ob Sie gleich ins Büro gehen würden. Damit ist gemeint, dass Sie sich frisch machen und Ihren Schlafanzug oder die Jogginghose gegen die Business-Kleidung tauschen, die Sie auch im Büro tragen würden. Gerne können Sie auch Ihre Schuhe anziehen. Dies führt dazu, dass Sie sich mental auf die Arbeit einstellen, wodurch ein konzentrierter Beginn deutlich leichter fällt. Außerdem bringt diese Morgenroutine auch zwei angenehme Nebeneffekte mit sich: Sie fühlen sich frischer und sollte eine spontane Videokonferenz anstehen, sind Sie vorbereitet.

Tipp:

2. Regelmäßige Kommunikation


Auch wenn aufgrund der räumlichen Trennung ein persönliches, direkte Gespräch nicht möglich ist, sollten Sie versuchen, sich regelmäßig mit Ihren Kolleg*innen und Vorgesetzten auszutauschen. Dies kann beispielsweise durch Webkonferenzen, Telefonate oder firmeninterne Chats realisiert werden. Das kommt dem Zusammenhalt zu Gute, motiviert und fördert die soziale Unterstützung. Dies wiederum steigert die Arbeitszufriedenheit und stellt eine wichtige Ressource dar, um auch in Stresssituationen gesund zu bleiben (mehr dazu hier). Außerdem kann dadurch einer sozialen Isolation, vor der sich Personen im Home-Office häufig fürchten, entgegengewirkt werden.

 

Darüber hinaus empfiehlt es sich, gemeinsam Erreichtes regelmäßig zu teilen, da dies zusätzlich motiviert und das Wir-Gefühl stärkt. Außerdem ist eine regelmäßige Kommunikation natürlich enorm wichtig für einen möglichst reibungslosen Arbeitsablauf, was wiederum Stress entgegenwirkt. Für einen möglichst unkomplizierten Austausch bieten sich vor allem Programme wie Zoom, WebEx oder Microsoft Teams an, da diese ein sehr großes Portfolio an Anwendungsmöglichkeiten aufweisen. Unter anderem bieten die Programme die Möglichkeit, sich in einer Webkonferenz auszutauschen oder mittels der Chatfunktion kurze Absprachen zu treffen. Außerdem können beispielsweise auch Dokumente geteilt und gemeinsam bearbeitet werden.

Tipp:

3. Struktur & Selbstorganisation


Home-Office bringt eine ganze Reihe an Freiheiten mit sich, die zum einen sehr vorteilhaft sein können, aber auch gleichzeitig mit einigen Herausforderungen einhergehen. Da im     Home-Office weder der/die Vorgesetzte noch die Kolleg*innen sehen, ob Sie gerade arbeiten oder nicht, ist Selbstdisziplin äußerst wichtig für ein erfolgreiches Arbeiten im Home-Office. Erleichtert wird die Selbstdisziplin durch feste Strukturen und eine gute Selbstorganisation, die innerhalb der Freiheiten des Home-Office Orientierung geben.

Tipp:

4. Nützliche Tools für das Arbeiten aus dem Home-Office


Zum einen ist es natürlich wichtig, den Überblick über die zu erledigende Aufgabe zu behalten. Hierzu kann eine klassische To-do-Liste oder ein Projektmanagement-Tool verwendet werden.

Programme wie Trello, Asana oder Slag können dies noch zusätzlich erleichtern. Außerdem hilft eine gut zu erkennende Priorisierung der Aufgaben. Zum einen sieht man dadurch auf einen Blick, was am dringendsten ist und zum anderen fühlt man sich der Aufgabe dadurch mehr verpflichtet.

Tipp:

5. Feste Aufgabenslots


Des Weiteren kann eine Strukturierung der Arbeitswoche hilfreich sein. Beispielsweise können Sie immer freitags einen festen Zeitfenster einplanen, um Kunden anzurufen oder liegengebliebene E-Mails zu beantworten. Diese festen Einteilungen helfen dabei, sich auch Aufgaben anzunehmen, die nicht gerade zu den eigenen Vorlieben gehören. Außerdem wird dadurch eher verhindert, dass man eine Aufgabe abbricht und sich in den vorzeitigen Feierabend begibt.

 

Darüber hinaus ist das Setzen von Tageszielen, Wochenzielen sowie feste Arbeitszeiten äußerst effektiv hinsichtlich einer guten Selbstorganisation und Struktur. Auf diese zwei Punkte wird im Folgenden noch näher eingegangen.

Tipp:

6. Etablierung fester Arbeitszeiten


Einer der großen Vorteile von Home-Office ist zwar häufig die große zeitliche Autonomie., allerdings ist es trotzdem sehr zu empfehlen, für sich selbst eine geregelte Arbeitszeit zu etablieren. Dies bringt mehrere Vorteile mit sich: Zum einen wissen Ihre Arbeitskolleg*innen oder Vorgesetze dadurch, wann sie erreichbar sind. Das erleichtert die Kommunikation und es kann verhindert werden, dass sie noch nach Feierabend angerufen werden. Dies wiederum führt dazu, dass eine Trennung von Privatleben und Beruf erleichtert wird. Außerdem geben Sie Ihrem Alltag so eine klare Struktur, was Sicherheit gibt und Ihrem Biorhythmus zu Gute kommt.

 

Und sofern es Ihre vertragliche Arbeitszeitregelung zulässt, muss der regelmäßige Beginn der Arbeit auch nicht zwingend früh morgens sein. Sie können Ihre Arbeitszeit Ihren individuell präferierten Zeiten anpassen, was wiederum Ihrer Leistung zu Gute kommt.

Tipp:

7. Ziele festlegen


Da Arbeiten im Home-Office ein höheres Maß an Selbstorganisation erfordert, kann es sehr hilfreich sein, sich selbst oder in Absprach mit dem/der Vorgesetzen Ziele zu setzen. Diese können beispielsweise Tages-, Wochen-, oder Monatsziele sein. Das erleichtert die Strukturierung und die Prioritätensetzung. Des Weiteren hilft es dem Vorgesetzten, den Überblick zu behalten. Außerdem können die Ziele auch dem Team mitgeteilt werden. Dies erleichtert die Absprachen und motiviert, da man sich den Zielen dann mehr verbunden fühlt.

Tipp:

7. Sich selbst mal loben


Auch wenn es häufig heißt „Eigenlob stinkt“: Da im Home-Office aufgrund der erschwerten Kommunikation, Feedback oder Zuspruch von Kolleg*innen oder Vorgesetzen seltener vorkommt, ist es sehr zu empfehlen, sich beispielsweise nach dem Erreichen eines Zieles oder nach einem produktiven Arbeitstag einfach mal selbst zu loben. Denn wie mehrere Studien zeigen, sind Gelobte motivierter, stecken sich höhere Ziele und fühlen sich diesen stärker verpflichtet.

Wer noch mehr über die Verhaltensweisen lernen möchte oder individuelle Unterstützung bei der Umsetzung sucht, dem können unseren Webinaren oder Coachings weiterhelfen.

 


Pausenmanagement: Pausenverhalten im Home-Office

Gerade im Home-Office ist es wichtig, darauf zu achten, regelmäßig Pausen zu machen. Denn während man im Büro meistens durch Kolleg*innen darauf hingewiesen wird, dass Pausenzeit ist, kann es im Home-Office auch leicht passieren, dass gerade bei viel Arbeit dies vernachlässigt wird. Aber wie Studien zeigen, ist es auch vor allem bei viel Arbeit sehr wichtig, sich regelmäßig Pausen zu nehmen. Denn Pausen wirken dem Ermüdungserleben entgegen, heben die Stimmung und verbessern das Wohlbefinden.

 

Ein großer Vorteil der Arbeit im Home-Office gegenüber der Arbeit im Büro ist, dass die Gestaltungsmöglichkeiten der Pausen im Home-Office weitaus vielfältiger sind. Gerade im Home-Office können Sie die Mittagspause nutzen, um sich ein gesundes Essen in der heimischen Küche zuzubereiten. Die Zutaten hierzu können bereits im Voraus gekauft und im eigenen Vorratsschrank gelagert werden. Eine gesunde Ernährung ist äußerst wichtig für die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Besonders Omega-3-Fettsäuren, Kohlenhydraten, Mineralien, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffesorgen dafür, dass die Leistungsfähigkeit erhalten bleibt. Deshalb bieten sich vor allem Gerichte mit viel Obst, Gemüse, Nüssen und Vollkornprodukte an. Des Weiteren sollten Sie das Essen nach Möglichkeit an einem Ort zu sich nehmen, an dem Sie nicht arbeiten. Dies erleichtert die Erholung von der Arbeit.

→ Hier finden Sie Unterstützung für eine gesunde Ernährung und ein gutes Gewichtsmanagement im HomeOffice

Für eine noch klarere Entfernung vom Arbeitsplatz bietet sich beispielsweise auch ein Spaziergang an. Dies führt dazu, dass der Kreislauf in Schwung kommt und Sie sich etwas an der frischen Luft bewegen, was gerade beim Home-Office häufig zu kurz kommt. Das während des Spaziergangs empfangene Sonnenlicht ist außerdem sehr wichtig für den menschlichen Körper, denn nur dadurch kann körperintern Vitamin-D produziert werden.

 

Außerdem kann die Mittagspause auch für einen kurzen Mittagsschlaf genutzt werden. Wie mehrere Studien zeigen konnten, verringert ein sogenannter Power-Nap Ermüdungserscheinungen, reduziert die Fehlerzahl und steigert die Gedächtnisleistung. Idealerweise sollte ein Nap etwa 20 Minuten dauern, aber auch kurze Naps von nur 5 bis 10 Minuten zeigt schon beachtliche Wirkung.

 

Neben einer Mittagspause ist es außerdem empfehlenswert, zusätzliche kurze Pausen von wenigen Minuten einzulegen. Denn Studien weisen darauf hin, dass Kurzpausen die Konzentrationsfähigkeit verbessern können. Diese Kurzpausen können entweder aktiv gestaltet oder zu Entspannungszwecken genutzt werden. Für aktiven Pausenbietet sich beispielsweise an, einmal pro Stunde für 4-5 Minuten Kniebeugen, Ausfallschritte oder Dehnübungen zu machen. Konkrete Anleitungen für aktive Bewegungspausen biete z.B. die Universität Bochum. Dies kann Ermüdungserscheinungen entgegenwirken und Verspannungen lösen. Für Entspannungspausen empfehlen sich dagegen beispielsweise kurze Meditationen, was den Stressabbau begünstigt und dadurch auch Burnout vorbeugen kann. Eine einfache Anleitung für solch eine Meditation finden Sie hier . Im Home-Office muss man sich meist für diese Kurzpausen keine Genehmigungen vom Vorgesetzen einholen und jedem Mitarbeitenden am Bildschirmarbeitsplatz, sofern dieser ganz klar als ein solcher definiert ist, sollten pro Arbeitsstunde 5 Minuten Bildschirmpausenzeit laut Arbeitsstättenverordnung genehmigt werden. Und Führungskräfte, die Bedenken haben, dass sich Kurzpausen negativ auf das Arbeitsergebnis auswirken können beruhigt sein: Wie Studien zeigen, bleibt trotz der verkürzten Arbeitszeit aufgrund der Kurzpausen die Produktivität des Arbeitstages gleich oder verbessert sich sogar in einigen Fällen.

 

Während der Pausen ist es außerdem sehr wichtig, die Erreichbarkeit so gut es geht einzuschränken. Stellen Sie zum Beispiel Ihr Telefon auf Stumm oder klappen Sie den Laptop zu. Dadurch verhindern Sie, dass Sie in Ihrer Pause gestört werden, was die Erholung stark beeinträchtigen würde. Anschließend können verpasste Anrufe zurückgerufen und Mails beantwortet werden.

 

Tipp:

Trennung von Privatem und Beruf


Vor allem Personen, die zum ersten Mal im Home-Office arbeiten, sehen es häufig als große Herausforderung, eine klare Trennung zwischen Privatem und Beruf zu schaffen. Mit den folgenden Tipps kann aber auch diese Herausforderungen sehr gut gemeistert werden.

Zum einen sollten Sie, falls möglich, ein separates Arbeitszimmer einrichten. In diesem Zimmer befinden Sie sich dann ausschließlich zu beruflichen Zwecken. Beim Eintritt in das Zimmer wissen Sie dadurch ganz genau, dass nun die Arbeitszeit beginnt. Beim Verlassen symbolisiert dies wiederum den Beginn der privaten Zeit. Diese räumliche Trennung erleichtert also auch die mentale Trennung enorm. Wie das Arbeitszimmer idealerweise ausgestattet werden sollte, erfahren Sie im Abschnitt Gestaltungstipps für das Büro zu Hause.

 

Sollte die Einrichtung eines separaten Arbeitszimmers nicht möglich sein, empfiehlt es sich,  einen bestimmten Lagerort für die Arbeitsmaterialen auszuwählen. Bei Beginn der Arbeit holen Sie die Materialen von dort und nach Ende der Arbeit bringen Sie sie dorthin wieder zurück. Dadurch sind die Materialen in der privaten Zeit außerhalb des Blickfeldes, was dazu führt, dass man nicht andauernd an die Arbeit erinnert wird.

 

Ein weiterer Trick, um eine bessere Trennung zwischen Privatem und Beruf zu erzeugen, ist eine klare Trennung der Aufgaben. Damit ist gemeint, dass während der Arbeitszeit beispielsweise keinen privaten Recherchen durchgeführt oder Freunde empfange werden. Gleichzeitig sollten in der privaten Zeit nach Möglichkeit keine geschäftlichen E-Mails beantwortet oder an einem Projekt weitergearbeitet werden. So wird vermieden, dass die beiden Aufgabenbereiche ineinander verschwimmen, wodurch eine Trennung schwieriger wird.

 

Des Weiteren sollten Sie für sich eine klare Feierabendregel einführen. Nach erfüllen der Arbeitszeit oder der letzten Aufgabe verlassen Sie das Arbeitszimmer bzw. verstauen Sie Ihre Materialen. Anschließend sollten Sie dann auch wirklich die Zeit nur zu privaten Zwecken nutzen und nicht zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal an den PC zurückkehren. Dies fördert die Erholung für den nächsten Tag, wodurch Sie dann wieder produktiv arbeiten können.

 


Gestaltungstipps für das Büro zu Hause

Wie bereits erwähnt, ist es sehr hilfreich für die Trennung von Beruf und Privatem, ein separates Arbeitszimmer einzurichten. Der Inhalt und die Gestaltung des Zimmers hat aber wiederum auch starken Einfluss auf das Arbeitsverhalten. Deshalb finden Sie im Folgenden einige Gestaltungstipps, welche dazu beitragen, möglichst effektiv und gesund zu arbeiten.

 

Zum einen empfiehlt es sich, nach Möglichkeit das Arbeitszimmer nicht zu voll zu stellen. Vor allem Alltagsgegenstände wie Fernseher oder Fitnessgeräte sollten Sie aus dem Raum entfernen. Denn generell ist im Arbeitszimmer weniger mehr: Desto weniger Möbel, Gegenstände und Accessoires im Zimmer sind, desto weniger Ablenkungsquellen sind vorhanden. Natürlich sollte der Rauminhalt aber nicht zu weit reduziert werden, damit Sie sich nicht unwohl fühlen.

 

Stellen Sie außerdem Ihren Schreibtisch nach Möglichkeit so hin, dass Sie zur Türe schauen. Dies hat den Effekt, dass Sie sich offizieller vorkommen und nicht fürchten müssen, dass Sie von hinten überrascht werden. Das beruhigt unbewusst. Gerne können Sie die Positionierung der Möbel auch regelmäßig ändern. Dies sorgt für Abwechslung, was sich auch auf Ihre Kreativität auswirken kann.

 

Nach Möglichkeit können Sie sich des Weiteren einen Steh-Arbeitsplatz einrichten. Dies fördert die Durchblutung und kann Rückenschmerzen vorbeugen. Außerdem sorgt es für Abwechslung im Arbeitsalltag. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, sich einen ergonomischen Bürostuhl zuzulegen. Ergonomische Bürostühle entlasten Hals-, Nacken- und Schultermuskulatur.

 


Gesund Führen im Home-Office

Wenn ein Unternehmen es den Mitarbeiter*innen ermöglicht, im Home-Office zu arbeiten, bringt dies auch Veränderungen für das Führungsverhalten mit sich. Deshalb wird in diesem Abschnitt thematisiert, wie Sie als Führungskraft auch aus der Ferne gesund führen können.

 

Zum einen ist es sehr wichtig, gerade wenn die Arbeit im Home-Office für Sie und Ihre Mitarbeiter*innen neu ist, die Herausforderungen des Home-Office gemeinsam und offen zu diskutieren. So können Regelungen und Verhaltensnormen für die Arbeit von Zuhause ausgestaltet werden. Themen dieser Regelungen und Verhaltensnormen können beispielsweise die Arbeitszeit, die Kommunikation, die Erreichbarkeit oder die Zusammenarbeit sein. Dies gibt sowohl Ihnen als auch Ihren Mitarbeiter*innen Struktur und Planungssicherheit. Durch die Miteinbeziehung Ihrer Mitarbeiter*innen in die Gestaltung der Regelungen und Verhaltensweisen wird die Akzeptanz und die Folgebereitschaft erhöht. Außerdem fühlen sich die Mitarbeiter*innen dadurch wertgeschätzt, was wiederum der Arbeitszufriedenheit zu Gute kommt. Nach Festlegung der Regeln ist es aber auch wichtig, immer wieder Raum für Feedback bereitzustellen. Hier können die Mitarbeiter*innen dann ihre Erfahrungen aus dem Home-Office teilen, was wiederum genutzt werden kann, um die Regelungen und Verhaltensnormen entsprechend anzupassen und zu verbessern. Dies wirkt sich dann wiederum auf die Produktivität und Arbeitszufriedenheit aus.

 

Um trotz der räumlichen Distanz ein Team zu führen, dass gut zusammenarbeitet, sind regelmäßige Meetings sehr wichtig. Durch den Austausch über den momentanen Arbeitsstand oder derzeitige Probleme steigt die soziale Unterstützung und das Wir-Gefühl, die wichtige Ressourcen für die Vermeidung berufsbedingter Erkrankungen sind. In vielen Unternehmen verabreden sich die Kollegen im Home-Office zur sogenannten „virtuellen Kaffeepause“. Hierzu wird eine feste Zeit von ca. 15 Minuten vereinbart zu der man sich z.B. in einem Web-Meeting zusammen findet und gemeinsam bei einem Kaffee oder Tee privaten Small-Talk betreibt. Aber auch ein Austausch zur Mittagspause zu fachlichen oder anderen interessanten Themen, dem sogenannten „Lunch & learn“, findet immer mehr Anhänger. Hier erklärt sich einmal in der Woche jemand aus dem Team dazu bereit, ein bestimmtes Thema von ca. 30 Minuten kurz und knackig seinen Kollegen vorzustellen und die Kollegen nehmen dabei ihr Mittagessen zu sich.

 

Des Weiteren bietet es sich an, gemeinsam mit den einzelnen Mitarbeiter*innen individuelle Ziele (z.B. Wochenziele) zu formulieren. Wichtig ist hier, auch auf die Einschätzung des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin einzugehen, inwieweit die Ziele realistisch sind. Dies erleichtert zum einen Ihren Mitarbeiter*innen, sich im Home-Office zu organisieren und zum anderen bewahren Sie als Führungskraft so den Überblick.

Weitere Unterstützung bieten auch hier unsere Webinare oder Coaching-Angebote.

 


Home-Office mit Kind

Das Arbeiten im Home-Office mit Kind stellt für viele eine große Herausforderung dar. Denn vor allem kleine Kinder möchten beispielsweise unterhalten werden oder Mama oder Papa etwas zeigen. Wie es trotzdem gelingen kann, von zu Hause aus zu arbeiten, ohne dabei die eigenen Kinder zu vernachlässigen, wird im Folgenden thematisiert.

 

Zunächst einmal ist es sehr wichtig, den Kindern die Situation möglichst verständlich zu erklären. Natürlich ist das Verständnis dafür auch abhängig vom Alter. Nichtsdestotrotz kann darauf aufbauend gemeinsam mit ihnen ein Stundenplan erstellt werden. In dem Stundenplan wird eingetragen, wann Mama oder Papa arbeiten bzw. wann die Kinder selbständig spielen. Es wird aber auch eingetragen, wann gemeinsame Spielzeiten sind, man in den Garten geht oder wann gemeinsam gegessen wird. Dadurch erhalten die Kinder eine Tagesstruktur, auf die die Eltern dann verweisen können. Da sich ein Kind kaum acht Stunden selbstbeschäftigen kann, können sich diese Phasen aus selbständigem Spiel und gemeinsames Spiel abwechseln. Ihre Arbeitszeit wird dadurch zwar auch gestückelt, dafür können Sie dann aber wieder fokussierter arbeiten. Außerdem kann Home-Office mit Kindern auch eine Chance sein: Ihre Kinder lernen dadurch, sich selbständig zu beschäftigen, was insgesamt die Selbständigkeit im späteren Leben erhöht.

 

Des Weiteren kann es hilfreich sein, auch für die Kinder ein eigenes kleines Home-Office einzurichten. An einem kleinen Tisch können beispielsweise Mal- oder Bastelutensilien gesammelt werden. Während Sie am Schreibtisch sitzen, kann Ihr Kind zeitgleich sich selbst beschäftigen. Gerade bei Kindern, die gerne das Verhalten der Eltern nachahmen, kann dies eine sehr effektive Methode sein.

 

Sofern sowohl Sie und Ihr Partner im Home-Office sind, bietet es sich an, die Verantwortung für die Kinder abwechseln aufzuteilen. Beispielsweise ist der, der im Esszimmer sitzt, zuständig für die Kinder. In dieser Zeit kann der Partner, der im Arbeitszimmer sitzt, konzentriert arbeiten. Diese Rollen werden dann beispielsweise vor- und nachmittags getauscht. So hat jeder Partner jeweils eine Zeitspanne, in der er fokussiert arbeiten kann.

 


Mit Kids das Home Office meistern – Der Bericht eines Vaters

Erprobte Hinweise eines Vaters zweier Kinder in der Großstadt

Es gibt viele Empfehlungen, wie man das Home Office und sich selbst organisiert. Meistens wird davon ausgegangen, dass die Kinder in der Schule oder der Kita sind oder dass man sich zumindest kinderfreie Zeit zum Arbeiten organisieren kann. In Zeiten von Schulschließungen oder z.B. in der Ferienzeit muss man oft Arbeit zu Hause und Kinderbetreuung unter einen Hut bringen.

Die allgemeinen Hinweise zu Selbstorganisation im Home Office gelten natürlich trotzdem auch. Eine Tagestruktur, ein angemessener Arbeitsplatz, die notwendige technische Ausstattung bleiben wichtig.

Noch wichtiger aber wird es, die auf den ersten Blick widersprüchlichen Interessen von Kindern und Arbeit zu vereinen. Dazu benötigt es mehr Flexibilität und mehr Fokussierung gleichzeitig.

Fangen wir mit dem Fokus an. Aus meiner eigenen Erfahrung ist der  Fokus entscheidend, denn egal wie viele Störungen auftreten, wenn ganz klar ist um was es geht, dann hat man die besten Chancen die Arbeitsziele wieder aufzunehmen und weiter zu verfolgen.

Tipp:

1. Tagesstruktur für die Familie und für die Arbeit

Um nach Störungen und Irritationen, die durch die Kinder verursacht werden, zeitnah weitermachen zu können, ist es wichtig, dass man die eigenen (Tages-)Ziele transparent macht. Woran arbeite ich, was will ich am Ende des Tages erreicht haben? Welche Zeit plane ich dafür ein? Wann fange ich an? Wann mache ich Pausen? Wann beende ich meinen Arbeitstag? Mit Kindern im Haus, braucht es bei der Planung sicher eine Menge Zeitpuffer.

Die Tagesstruktur hilft aber nicht nur, sich selbst zu organisieren, sie hilft auch Störungen im Vorfeld zu minimieren. In welcher Zeit müssen die Kinder sich alleine beschäftigen? In welcher Zeit sind gemeinsame Pausen möglich oder notwendig? Wann sorgen Sie für die nötige körperliche Bewegung? Wann und wie lange sind TV, Playstation und Tablet akzeptabel? Wann können z.B. die Großeltern per Skype mal eine Stunde die Kinderbetreuung übernehmen?

Empfehlung Nummer eins lautet also: Schaffen Sie sich eine Tagesstruktur, die ähnlich einem Arbeitstag in der Firma ist. Stehen Sie zeitig auf, frühstücken Sie alle gemeinsam, finden Sie dann Zeit für Arbeit und selbstständige Beschäftigung der Kinder, unterbrochen durch gemeinsame Pausen, nicht nur fürs Mittagessen. Definieren Sie auch ein klares Ende der Arbeit, auch wenn Sie nach dem zu Bett bringen sich noch mal an den Schreibtisch setzen. Schreiben Sie konkrete Zeiten auf und ordnen Sie den Zeitfenstern konkrete Inhalte zu, lassen Sie Zeitpuffer und stimmen Sie diesen Zeitplan mit allen Familienmitgliedern ab.

Tipp:

2. Planen Sie die Selbstbeschäftigungsphasen für Ihre Kinder

Hier müssen Sie eine Führungsaufgabe wahrnehmen. Planen Sie nicht nur Ihre Arbeit sondern abhängig vom Alter der Kinder auch mehr oder weniger stark die Zeiten der Kinder. Es bietet sich an z.B. wochenweise Projektthemen zu definieren und entlang dieser Themen Aktivitäten vorzubereiten. Bastelaktionen, Bücher, Videos auf dem Tablet,  analoge Spiele für die Kinder rund um das Thema. Wenn Sie Geschwisterkinder zu Hause haben, ist dies vermutlich einfacher als wenn Sie ein Einzelkind versorgen müssen. Aber auch mit einem Kind gibt es viele Möglichkeiten der spannenden Beschäftigung. Diese Aktivitäten müssen vorbereitet sein, Material muss bereit stehen, manchmal müssen zu Beginn Dinge erklärt werden. Die Vorbereitung sollte z.B. am Vorabend oder am frühen Morgen vor „Arbeitsbeginn“ erfolgen. Insbesondere wenn Sie die Themen mit Ihren Kindern gemeinsam gefunden haben, haben Sie eine große Chance, dass diese sich für längere Zeiten am Stück motiviert beschäftigen und Sie arbeiten lassen. Häufig ergeben sich bei Kindern auch spontan längere Phasen der freien Beschäftigung, die natürlich positiv verstärkt werden sollten.

Für Zeitpunkte mit besonders wichtigen Telefonaten wäre meine Empfehlung aktivieren Sie die Großeltern für ein Telefonat oder ein Videochat mit den Kindern oder laden Sie Freunde der Kinder für einen Videochat über z.B. Skype oder Houseparty Apps ein.

Aus meiner Erfahrung können Sie so längere Zeiten relativ ungestört arbeiten.

Tipp:

3. Bleiben Sie realistisch

Sie werden nicht 8 Stunden am Stück konzentriert arbeiten können, das ist klar. Aber dafür haben Sie ja auch Unterbrechungen eingeplant, damit Sie eine Chance haben, dass sie dann passieren, wenn sie Ihnen wenigstens halbwegs passen.

Die Kinder werden sich ab und zu beschweren, dass sie mehr Zeit mit Ihnen wollen. Der Haushalt wird nicht so perfekt sein, wie Sie es sich vielleicht wünschen. Die Gerichte zum Mittagsessen werden einfacher sein.

Schrauben Sie Ihre Erwartungen auf das Machbare zurück. Und seien Sie sich klar, dass die Kinder, ob Sie es wollen oder nicht, Ihre Zeit und Aufmerksamkeit einfordern werden – zumindest wenn sie noch kleiner sind. Wenn Arbeit und Kinder um Ihre Aufmerksamkeit konkurrieren kann Ihre Priorisierung immer wieder auf die Probe gestellt werden und sollte flexibel angepasst werden. Sehen Sie es als „Achtsamkeitstraining“ in dem sie immer wieder zurück zu ihrem Fokus finden.

Planen Sie daher auch nicht zu viel ein, was Ihr Arbeitspensum angeht. Wieviel genau Sie schaffen können hängt aber nicht nur von den Kindern ab, sondern auch von Ihrer eigenen Motivation und Fähigkeit immer wieder zur Arbeit zurückzukommen.

Realistisch sein heißt auch Puffer einplanen und im Zweifel die Planung anzupassen!

Tipp:

4. Was machen Sie, wenn alles anders kommt als vorgedacht?

Die Kinder wollen sich nicht an die Absprachen halten? Sie können sich im Moment gar nicht konzentrieren? Wenn ein Moment gar nicht geht. Sorgen Sie am besten für eine Unterbrechung. Nehmen Sie sich bewusst Zeit für die Kinder (idealer Weise ohne groll) oder räumen Sie die Küche auf, oder oder … Auch wenn es manchmal wichtig ist, Zeit am Stück für ein Thema zu haben, machen Sie in diesem Fall einfach kleinere Einheiten und Arbeitspakete.

So kommen die Kinder in eine andere Stimmung und Sie auf andere Gedanken oder raus aus der gedanklichen Bremse. Diese Unterbrechung frisst etwas Ihrer Pufferzeit, kein Problem. Zu lang sollte sie nicht werden. 10 Minuten ist ein gutes Zeitfenster. Dann sollten Sie wieder innehalten und, wenn es der geplante Arbeitsblock ist auch wieder an den Schreibtisch zurückkehren.

Wenn die Arbeit gerade nicht so viel Konzentration erfordert, kann es auch hilfreich sein, sich mit den Kindern zusammen an den großen Esstisch zu setzen oder eine Weile mit dem Laptop auf den Knien mit im Kinderzimmer zu sitzen. So sind Sie alle zusammen und für einander da; und doch arbeiten die Kinder z.B. an ihrem Bastelprojekt  und Sie am neuen Projektplan.

Tipp:

5. Behalten Sie den Überblick

Vorausgesetzt Sie kennen Ihre Arbeitsaufgaben und Ziele und haben am besten spätestens am Vorabend einen Plan für den nächsten Arbeitstag erstellt, können Sie fast jederzeit überblicken wie gut Ihr Ergebnis ist. Auch wenn das Ende des Arbeitstages nicht nur an der Uhr sondern auch am Ergebnis gemessen wird, ist es wichtig, Arbeit und Freizeit auch im Homeoffice gedanklich zu trennen.

Mit dem Tagesplan haben Sie das bereits zu einem guten Stück umgesetzt indem Sie Zeitfenster für Arbeit, für Pausen, für Kinder und Anderes festgesetzt haben. Vielleicht haben Sie auch einen Arbeitsplatz in der Wohnung. Ein Tisch oder sogar ein Arbeitszimmer, der Arbeit auch räumlich als Arbeit markiert. So können Sie bewusster zwischen Arbeit und Familie und Zeit für sich selbst hin- und her schalten.

Am Ende des Tages sollte ein bewusstes Abschalten erfolgen. Egal wie erfolgreich Sie heute waren, es gibt einen Punkt an dem endet die Arbeit. Nehmen Sie sich dann noch kurz die Zeit die Feinstruktur für den nächsten Tag zu planen, Ihre Aufgabenliste zu aktualisieren und beenden Sie dann mit einem innerlichen Satz wie z.B. „Das war’s für heute“ die Arbeit.

Sicher brauchen Sie vielleicht noch Zeit die Kinderaktivitäten für den nächsten Tag zu planen. Aber dann ist auch wirklich Schluss.

Tipp:

6. Am Ende noch ein Hinweis für die psychische Gesundheit

Machen Sie sich jeden Tag eine Liste mit mindestens 5 Dingen, die heute gut gelaufen sind. 2-3 für die Arbeit und 2-3 für Ihren Tag mit den Kindern. Nehmen Sie sich kurze Momente diese Dinge in den Fokus zu nehmen und sich darüber zu freuen. Diese Aufgabe wird Ihnen helfen, das Positive im Auge zu behalten und sich ein wenig in Optimismus zu üben und Erfolge – auch die kleinen – zu erkennen.

Und ganz wichtig: sorgen Sie für ausreichend Bewegung. Gehen Sie mit den Kindern in den Park zum Ballspielen oder machen Sie alle gemeinsam eine Runde Yoga oder anderen Sport. Bei Youtube zum Beispiel gibt es Anleitungen dazu in Hülle und Fülle. Wer den ganzen Tag nur sitzt produziert im Hirn weniger Botenstoffe, die Wohlbefinden erzeugen. Bleiben Sie also nicht nur geistig in Bewegung sondern auch körperlich, als fester Bestandteil Ihres Tages.

Disclaimer: Diese Tipps beruhen v.a. auf eigener Erfahrung und jeder und jede wird sie für sich testen und ausprobieren müssen. Die Tipps sind erfolgreich erprobt, haben aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ich freue mich auf Ergänzungen und Tipps aus Ihren Erfahrungen. Schreiben Sie uns gern unter: info@gesundheitsmanagement24.de

Autor: Dr. Gregor Wittke, Dipl.-Psychologe für Arbeits- & Organisationspsychologie

 


Fazit

Die Arbeit im Home-Office bringt einige Vorteile, aber auch Herausforderungen mit sich. Doch mit ein paar Strategien und gezielten Maßnahmen lassen sich auch diese Herausforderungen meistern, sodass ein effektives und gesundes Arbeiten von zu Hause aus möglich ist.

 

Die aufgeführten Strategien wie zum Beispiel die Einrichtung eines separaten Arbeitszimmers tragen zur Abgrenzung zwischen Privatem und Beruflichem bei. Außerdem wird mittels einiger Trick wie beispielsweise einem „Home-Office“ für Kinder eine Vereinbarung von Home-Office und Kind möglich.

Für Führungskräfte bringt die Arbeit im Home-Office ebenso einige Veränderungen mit sich. Doch durch regelmäßigen Austausch mit den Mitarbeiter*innen sowie durch Regelungen und Verhaltensnormen für das Arbeiten im Home-Office kann das Führen auf Distanz gelingen.

Für weitere Unterstützungen zum Thema Home-Office besuchen Sie gerne eines unserer Webinare oder nehmen Sie an einem unserer Coachings teil.

 


Quellenverzeichnis:

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  • Burkhardt, Marcel (2020): Wie Homeoffice mit Kind gelingt. In: Panorama, 16.03.2020. Online verfügbar unter https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-homeoffice-kind-100.html, zuletzt geprüft am 02.04.2020.
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  • Gajendran, Ravi S.; Harrison, David A. (2007): The good, the bad, and the unknown about telecommuting: meta-analysis of psychological mediators and individual consequences. In: The Journal of applied psychology 92 (6), S. 1524–1541. DOI: 10.1037/0021-9010.92.6.1524.
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5/5 (10)

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