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Schimmel im Büro: Ursachen, Folgen und Vorbeugemaßnahmen

Schimmel ist eine echte Gefahr für die Bausubstanz eines Gebäudes und für die Gesundheit der Menschen, die sich darin befinden. Gerade im Büroumfeld ist es deswegen wichtig, Schimmel von vornherein zu vermeiden und sicherzustellen, dass die Belegschaft keinen gefährlichen Sporen ausgesetzt ist. Sollte es einmal zur Schimmelbildung gekommen sein, gibt es verschiedene Strategien, um dagegen vorzugehen. Außerdem gibt es zahlreiche vorbeugende Maßnahmen, mit denen die (erneute) Entstehung von Schimmel vermieden werden kann. Der Gesetzgeber schreibt hier klare Richtlinien vor, um die Angestellten zu schützen.

 


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Schimmel im Büro kann zu einer gesundheitlichen Gefahr für die Belegschaft werden.

 


Wie entsteht Schimmel?

In der Luft befinden sich Schimmelsporen, die auf der Suche nach optimalen Lebensbedingungen sind. Diese finden Sie überall dort, wo warme feuchte Umfelder anzutreffen sind. Zudem sind die Pilzsporen auf organische Oberflächen angewiesen, auf denen sie wachsen und gedeihen können. Überall dort, wo zu viel Feuchtigkeit vorherrscht und nicht regelmäßig entfernt wird, kann es somit zur Schimmelbildung kommen.

 

Im Büroumfeld tritt Schimmel insbesondere nach Wasserschäden auf. Das Problem hierbei besteht häufig darin, dass solche Wasserschäden meist nicht mit dem bloßen Auge erkennbar sind. Sie befinden sich in den verschiedenen Wänden oder hinter der Tapete und führen somit nach und nach zu einer Schimmelbildung. Aber auch der normale Büroalltag kann zu einer hohen Luftfeuchtigkeit führen. Das ist immer dann der Fall, wenn viele Mitarbeiter an einem Ort gleichzeitig tätig sind, viel ein- und ausatmen und nicht regelmäßig lüften.

 


Luftentfeuchter aufstellen

Um die Entstehung von Schimmel unwahrscheinlich zu machen, muss daher die Luftfeuchtigkeit im Blick behalten werden. Hierbei hilft ein sogenanntes Hygrometer. Dieses zeigt genau an, wie hoch die Luftfeuchtigkeit in einem Raum ist. Diese sollte idealerweise zwischen 40% und 60% liegen. Bei niedrigerer Luftfeuchtigkeit steigt die Gefahr von Atemwegsbeschwerden, während bei zu hoher Luftfeuchtigkeit die Schimmelbildung wahrscheinlicher wird. Häufig genügt es, regelmäßig zu lüften, um einen Luftaustausch im Büro zu erreichen und die Luftfeuchtigkeit zu senken.

 

Gelegentlich bleibt die Luftfeuchtigkeit in einem Büro trotz regelmäßigen Lüftens jedoch hoch. In einem solchen Fall müssen technische Maßnahmen ergriffen werden, um die Luftfeuchtigkeit zu senken. Ein passender Luftentfeuchter leistet hierbei wichtige Dienste. Er nimmt die Raumluft auf und filtert sie so, dass die Feuchtigkeit im Entfeuchter hängen bleibt. Die getrocknete Luft wird wieder abgegeben und kann ganz normal im Büro genutzt werden. Wichtig ist es, hochwertige Luftentfeuchter zu wählen, die gezielt an bestimmten Stellen im Büro aufgestellt werden.

 


Beseitigung von Schimmel

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Schimmel muss frühzeitig bekämpft werden, damit er keinen erheblichen Schaden anrichtet.

 

Sobald Schimmel im Büroumfeld festgestellt wurde, muss dieser schnellstmöglich professionell entfernt werden. Abhängig vom Ausmaß des Schimmelbefalls eignen sich hierfür unterschiedliche Herangehensweisen. Kleine Schimmelflecken lassen sich mit speziellen Mitteln wie Wasserstoffperoxid hervorragend behandeln. Außerdem kann durch eine geeignete Farbe dafür gesorgt werden, dass Schimmelflecken nicht mehr zu sehen sind und die Sporen abgetötet werden.

 

Bei großflächigem Schimmelbefall ist es mit solchen Einzelmaßnahmen nicht getan. Hier ist es dann erforderlich, eine professionelle Reinigungsfirma für Schimmelpilzsanierung im Bürobereich zu engagieren. Diese führt zunächst eine umfassende Untersuchung des Büroraums durch, um eine Schadensfeststellung vorzunehmen. Hierdurch lässt sich bewerten, wie stark die durch den Schimmel verursachten Schäden sind und welche Maßnahmen zur Bekämpfung ergriffen werden müssen.

 

Anschließend werden Sicherungs- und Schutzmaßnahmen eingeleitet, um den Schimmelbefall zu bekämpfen. Hierbei können eine technische Luftführung beziehungsweise Luftfilterung dabei helfen, für weniger Schimmelsporen im Bürobereich zu sorgen. In einem weiteren Schritt erfolgt die eigentliche Feinreinigung, wobei sämtliche Oberflächen behandelt und von Schimmel befreit werden. Nach erfolgreicher Sanierung müssen Kontrollmessungen durchgeführt werden, um den Erfolg der Maßnahmen nachweisen zu können.

 


Krankheitsrisiken für Mitarbeiter

Zahlreiche Untersuchungen zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen einer hohen Schimmelpilzsporen-Konzentration in der Luft und Atemwegserkrankungen bei den Menschen. Insbesondere im Büroumfeld, wo man sich lange aufhält und den Sporen somit dauerhaft ausgesetzt ist, treten gesundheitliche Beeinträchtigungen aufgrund von Schimmel relativ häufig auf. Deswegen sollten regelmäßige oder Intensive Atemwegsbeschwerden bei den Mitarbeitern immer ernst genommen und nach einer eventuellen Schimmelquelle gesucht werden.

 

Insbesondere Allergiker und Asthmatiker reagieren empfindlich auf Schimmel. Dieser ist in der Lage, das Immunsystem zu aktivieren und zu teils heftigen Reaktionen zu bewegen. Somit führt ein Schimmelbefall häufig zu allergischen Reaktionen und auch Atemnot ist keine Seltenheit. Wie intensiv die Beschwerden sind, hängt unter anderem von der Schimmelart ab. Rot-, Gelb- und Schwarzschimmel sind einige Varianten, die für die Belegschaft äußerst schädlich sind. Deswegen ist es wichtig, das Immunsystem der Mitarbeiter von vornherein zu stärken und vor negativen Einflüssen zu schützen.

 


Vorbeugende Maßnahmen

Im Büroumfeld sollten Maßnahmen ergriffen werden, die eine Bildung von Schimmel unwahrscheinlich machen. Hierzu gehört, in jedem Raum Hygrometer aufzustellen, die exakt messen, wie hoch die aktuelle Luftfeuchtigkeit ist. Außerdem sollten alle Mitarbeiter dahingehend sensibilisiert werden, regelmäßig zu lüften, um für eine gesunde Raumatmosphäre zu sorgen. Technische Hilfsmittel wie Luftentfeuchter sorgen dafür, dass die gewünschte Luftfeuchtigkeit in einem Raum mühelos erreicht werden kann. Außerdem sollte ein Büro regelmäßig dahingehend kontrolliert werden, ob bestimmte Wasserschäden aufgetreten sind, die Schimmel begünstigen könnten. Insbesondere nach starken Regenfällen, Gewittern oder Stürmen ist dies wichtig.

 


Der Gesetzgeber schreibt einen Schutz vor Schimmel vor

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) schreibt vor, das Arbeitgeber die Gesundheit ihrer Belegschaft schützen müssen. Hierzu gehört unter anderem, Die Entstehung von Schimmel zu vermeiden und einen vorhandenen Schimmelbefall schnellstmöglich und effizient zu beseitigen. Der Gesetzgeber hat hier teilweise strenge Regeln aufgestellt, um die Gesundheit von ArbeitnehmerInnen bestmöglich schützen zu können. Unter anderem gehört hierzu, potentielle Gefährdungen genau zu bewerten und mit einer Arbeitsstättenverordnung zu arbeiten. Letztere regelt, wie Arbeitsplätze eingerichtet sein müssen, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen.

 

Für Arbeitgeber ist es empfehlenswert, sich bei der Behandlung von Schimmel nicht allein auf ihr Bauchgefühl zu verlassen. Sinnvoller ist es, einen Sachverständigen heranzuziehen, der eine Schadensfeststellung durchführt und eine Sanierungsstrategie erarbeitet. Somit wissen die Unternehmen genau, welche Schritte zur Beseitigung des Schimmels gegangen werden müssen und welche Maßnahmen sie ergreifen sollten, um ihren rechtlichen Verpflichtungen gerecht zu werden.

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