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Mundgesundheit im betrieblichen Gesundheitsmanagement

(Bildquelle: Foto von Polina Zimmerman von pexels.com)

 

Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeitergesundheit im Sinne des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) gewinnen für Arbeitgeber seit Jahren an Bedeutung. Darunter unter anderem Präventionsmaßnahmen und Risikoanalysen, was psychische Belastungen betrifft. Im BGM dagegen oftmals übergangen: das Thema Mundgesundheit. Obwohl Krankheiten des Mundraums aus betrieblicher Sicht mit hohen Krankheitskosten korrelieren.

In die Zukunft von Arbeitnehmern investieren

Prävention ist eine Investition in das Leben und die Zukunft unternehmenseigener Mitarbeiter. Neben Krankenkassen und Ärzten fordern viele Arbeitnehmer von potenziellen Arbeitgebern Präventionsmaßnahmen. Auch Unternehmen profitieren von betrieblichem Gesundheitsmanagement, weil sie ihre Mitarbeiter damit dauerhaft gesund halten und so langfristig wettbewerbsfähig bleiben. Durch Krankheitstage ihrer Mitarbeiter entstehen für Arbeitgeber teilweise hohe Kosten. Die mit höchste Kostenbelastung ist mit Krankheitsfällen im Rahmen von Diabetes, Herzinfarkten und Schlaganfällen verbunden. Experten fordern, in diesem Zusammenhang auch dem Thema Mundgesundheit mehr Beachtung in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge zu schenken. Der Hintergrund: Krankheiten des Mundraums wie Parodontitis korrelieren mit jenen Erkrankungen, die Experten mit den höchsten Krankheitskosten in Verbindung bringen. Aufklärung und Sensibilisierung am Arbeitsplatz könnte die Individualprophylaxe bei regional ansässigen Zahnärzten ergänzen und dadurch die gesamte Konstitution von Arbeitnehmern dauerhaft verbessern.

Wieso Mundgesundheit für Betriebe relevant ist

Laut der fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) leidet fast die Hälfte aller Deutschen an moderater Parodontitis. Mehr als acht Prozent der Erwachsenenbevölkerung hat eine schwere Form. Von den insgesamt rund 20 Millionen Patienten mit Zahnbetterkrankungen werden nur rund eine Million behandelt. Teils mit schwerwiegenden Folgen. Neben Arteriosklerose und kardiovaskulären Erkrankungen stehen Diabetes mellitus, Rheuma und gynäkologische Krankheiten mit Parodontitis in Zusammenhang. Entzündungen im Mundraum steigern das Risiko für

  • Schlaganfälle sowie Frühgeburten siebenfach.
  • Diabetes, Arthritis und Rheuma sechsfach.
  • Herzinfarkt zwei- bis dreifach.

All jenen Erkrankungen lässt sich mit einer betriebsinternen Sensibilisierung für das Thema gegensteuern. Die Folgen von Parodontitis können neben einer sinkenden Lebensqualität von Betroffenen langwierige Behandlungen und somit Krankheitskosten für den Arbeitgeber sein. Wegen dieser gravierenden Auswirkungen auf den Betrieb lohnen präventive Maßnahmen zur Mundgesundheit im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Was Unternehmen für den Mundraum ihrer Mitarbeiter tun können

Zahnerkrankungen kommen Verbraucher oftmals teuer zu stehen. Einige von ihnen haben schlicht nicht genug Geld, um sich im Falle einer Parodontitis angemessen behandeln zu lassen. Es sei denn, der Arbeitgeber steuert etwas bei. Denkbar wäre in diesem Zusammenhang beispielsweise ein Zahngesundheitstag. Betriebe könnten in diesem Rahmen moderne Tests anbieten und im Falle eines Befundes Überweisungsscheine zu Zahnärzten ausstellen lassen. Mit der Garantie, dass sie die Behandlungskosten tragen. Durch die betriebliche Krankenversicherung haben Arbeitnehmer bereits Zugang zu mundmedizinischer Prävention. Im Optimalfall deckt sie der Versicherungsschutz auch die Kosten für einen Zahnersatz ab. Sind zusätzlich professionelle Zahnreinigung und Sekundärprophylaxe enthalten, reduziert dies die Arbeitsunfähigkeitstage im Falle dentaler und parodontaler Erkrankungen erheblich. Die von Arbeitgebern getragenen Versicherungskosten sind schnell wieder aufgehoben, weil seine Mitarbeiter aus zahnmedizinischen Gründen weniger Fehltage haben werden.

Die Ernährung nicht vergessen

Zusätzlich zu Zahngesundheitsangeboten und einer Kostenbeteiligung an eventuell erforderlichen Zahnbehandlungen weisen Betriebe im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements am besten auf die Ernährung als entscheidenden Einflussfaktor für die Mundgesundheit hin. Zur umfassenden Kariesprophylaxe zum Beispiel ist eine vielseitige Ernährungsweise wichtig, die die Funktion der Speicheldrüsen fördert. Zu wenig Speichel kann zu schwerwiegenden Erkrankungen des Mundraums führen, weil die natürliche Reinigung des Zahnraums in diesem Fall ausbleibt. Bekanntermaßen ist Zucker der größte Feind der Zähne. Zusammenhänge wie diese werden Mitarbeitern im Rahmen des BGM im Idealfall vermittelt. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf die Mundgesundheit aus, sondern beeinflusst die Gesamtgesundheit der Mitarbeiter. Denn die richtige Ernährung tut dem gesamten Körper gut.

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