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Digitalisierung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Wie weit kann man das betriebliche Gesundheitsmanagement digitalisieren?

Digitale Technologien bieten für viele Unternehmen eine Grundlage für Innovationen auf breiter Basis. Dadurch können ganz neue Geschäftsmodelle gestaltet, Produkte und Services verbessert bzw. komplett neu entwickelt werden (vgl. Accenture, 2015). Um dies zu erreichen, ist eine andere Vorgehens- und Denkweise nötig, damit physische Prozesse mit digitalen Daten und Medien verbunden sowie unterstützt werden können. Unternehmen die diese Umstellung für sich erkennen und meistern, eröffnet dies völlig neue Potenziale zur Steigerung von Effizienz und Effektivität in den einzelnen Geschäftsbereichen. Wer hingegen die Digitalisierungswelle verschläft und sich auf die Veränderungsprozesse nicht einlässt, nimmt mögliche negative Einflüsse auf Wettbewerbsvorteile in Kauf.

 

Nach Industrie 4.0 kommt jetzt Arbeiten 4.0, was unsere Arbeitswelt vernetzter und flexibler machen kann (Vgl. BMAS, 2017). Doch was bedeutet Digitalisierung konkret für die HR und vor welche Herausforderungen wird das Personalmanagement zukünftig gestellt? Das Unternehmen Cornerstone OnDemand kam im Rahmen einer Studie zu dem Schluss, dass HR-Abteilungen die aktuellen Möglichkeiten und Entwicklung teils nur langsam antizipieren (vgl. Cornerstone OnDemand, 2016).

 


Das betriebliche Gesundheitsmanagement hängt beim Thema Digitalisierung hinterher

Auch für den Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements liegen in der Digitalisierung viele neue Möglichkeiten und Potenziale, um zum einen etwas für die Mitarbeitergesundheit zu tun und zum anderen ein gesundes Unternehmen zu schaffen (vgl. HAUFE, 2016). Der Bedarf für die Digitalisierung im BGM liegt in der Praxis vor. Denn während die digitale Revolution in manchen Branchen bereits voll zuschlägt, scheinen die Uhren im BGM still zu stehen. Im Rahmen einer Befragung von über 350 Führungskräften aus ca. 60 Unternehmen kam heraus, dass sich rund 72 % bisher noch nicht näher mit dem Thema beschäftigt haben, jedoch 80 % von ihnen sind der Meinung, dass dem digitalen BGM die Zukunft gehört (Vgl. ebenda). Kommt also ein “BGM 4.0“?

 


Folgen und Möglichkeiten für digitales BGM

Auch wenn man noch nicht weiß wie die Arbeit in einer digitalen Welt genau aussehen wird ist klar, dass diese digitale Arbeitswelt neue gesundheitliche Beanspruchungen mit sich bringen wird. Schon heute reichen Obstkörbe und ergonomische Arbeitsgeräte als alleinige Förderungsmaßnahmen nicht aus und werden es erst recht nicht in der Zukunft tun. Die zunehmende Verbreitung von Homeoffice, flexiblen Arbeitszeiten und ständiger Erreichbarkeit lässt den Grad zwischen Arbeits- und Freizeit immer mehr verschmelzen, was den Mitarbeitern Stresstoleranz und Belastbarkeit abverlangt.

Hier sind HR-Abteilungen und Führungskräfte gleichermaßen gefragt, da sie zwei wichtige Säulen im betrieblichen Gesundheitsmanagement bilden. Eine Studie der Techniker Krankenkasse kam unter anderem zu dem Ergebnis, dass knapp 90 % der Befragten Geschäftsführern, Personalern und BGM-Verantwortlichen die Führungskräfte als wichtigste Ressource für die Förderung der Mitarbeitergesundheit sehen und dass das interne Know-how für eine digitale Transformation gesteigert werden müsse (71 %) (vgl. Gesundheitsstadt Berlin, 2017).

 


Studie zum Digitalisierungsprozess im betrieblichen Gesundheitsmanagement

Was bedeutet Digitalisierung im BGM? Wo steht das BGM im Digitalisierungsprozess? Was kann man tun, um das BGM im Unternehmen zu digitalisieren? Welche Möglichkeiten ergeben sich dabei für das Verfahren BEM?

Diesen Fragen wird sich Jan Götze, Masterstudent der UBGM mit Schwerpunkt betriebliches Gesundheitsmanagement an der Hochschule für Prävention und Gesundheit (DHfPG), im Rahmen seiner Master Thesis dieses Jahr annehmen.

Unter dem Thema: „Digitalisierungsstrategien im betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM): Konzepterstellung zur Optimierung der Prozesse unter der Zuhilfenahme digitaler Medien.“ wird hier das Ziel verfolgt Digitalisierungsstrategien im betrieblichen Gesundheitsmanagement insbesondere für mittelständische Unternehmen aufzuzeigen. Hierfür soll untersucht werden, inwiefern die Prozesse im BGM von Unternehmen bereits schriftlich fixiert/ geregelt und zu welchem Grad sie digitalisiert sind, um daraus Optimierungspotenziale durch die Zuhilfenahme von digitalen Medien abzuleiten. Die Daten werden mittels Leitfadeninterviews erhoben und anschließend durch eine qualitative Inhaltsanalyse messbar gemacht.

Wenn auch Sie für Ihr betriebliches Gesundheitsmanagement und Unternehmen Chancen in der Digitalisierung sehen, sind Sie herzlich eingeladen Herrn Götze als Interviewteilnehmer zu unterstützen. Als Interview-Teilnehmer erhalten Sie nach Abschluss der Studie selbstverständlich exklusiv die Ergebnisse als Zusammenfassung zugeschickt.
Die Experteninterviews werden voraussichtlich von Juli bis August 2017 laufen und im Rahmen eines 20-30minütigen Telefonates durchgeführt. Zur Vorbereitung erhalten Teilnehmer vorab den Interviewleitfaden mit den Fragen.

Bei Interesse melden Sie sich bitte hier über unser Kontakt-Formular mit Ihrer Email-Adresse und Telefonnummer an.

 

» Mehr zu neuesten Erkenntnissen & Studien zu digitalem BGM finden Sie hier! «

 

 


Autor: Jan Götze

 

Quellen:

Accenture. (2015). Mut, anders zu denken: Digitalisierungsstrategien der deutschen Top500. Zugriff am 11.04.2017. Verfügbar unter:

https://www.accenture.com/_acnmedia/Accenture/Conversion-Assets/DotCom/Documents/Local/de-de/PDF_3/Accenture-Deutschlands-Top500.pdf

 


BMAS. (2017). Arbeiten 4.0: Arbeit weiter denken. Verfügbar unter:

https://www.arbeitenviernull.de/dialogprozess/gruenbuch/arbeiten-40.html Cornerstone OnDemand. (2016). Talent-Management-Studie: Digitalisierung in HR Fehlanzeige?

Verfügbar unter: http://go.cornerstoneondemand.com/DE_2016_04_SubsurveyTM_EML_Survey_LP.html

 


Gesundheitsstadt Berlin. (2017). Betriebliches Gesundheitsmanagement zu oft vernachlässigt.

https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/betriebliches-gesundheitsmanagement-zu-oft-vernachlaessigt-11357/

 


HAUFE. (2016). Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten. Verfügbar unter:

https://www.haufe.de/arbeitsschutz/gesundheit-umwelt/bgm-digitalisierung-eroeffnet-neue-moeglichkeiten_94_368262.html lean42. (2015).

 


Webinar Digitalisierung:

Verfügbar unter: http://lean42.com/images/Unternehmen/Digitalisierung.jpg

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