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< UBGM-Gesundheitstage bei der Vattenfall Europe AG
13.01.2012 00:05 Alter: 41 days

UBGM update 1/12 - Betriebliches Gesundheitsmanagement

Erfahren Sie mehr zum aktuellen Stand und zu aktuellen Themen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement in deutschen Unternehmen


Betriebliches Gesundheitsmanagement heißt auch gesunde Führung 

 

Mehr Einsatz für die Mitarbeiter, mehr Feedback und öfter mal ein Lob für gute Arbeit – das wünschen sich viele Beschäftigte von ihrer Führungskraft. Dass sich dieser Einsatz lohnt, bestätigte auch der AOK Fehlzeiten-Report 2011. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die soziale Kompetenz der Führungskräfte sowie ein hoher Stellenwert der eigenen Gesundheit positiv auf das Gesundheitsverhalten und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten auswirken. 

 

 

45% der in der Studie befragten Mitarbeiter nehmen Lob ihrer Führungskraft nur selten bzw. nie wahr, 41,5% gaben an, dass ihre Meinung bei der letzten wichtigen Entscheidung nicht berücksichtigt wurde. Gleichzeitig sind jedoch mehr als 35% der Befragten davon überzeugt, dass durch mehr Einsatz des Vorgesetzten die gesundheitliche Situation am Arbeitsplatz für die Mitarbeiter verbessert werden kann.

 

 

Doch auch die Führungskräfte stehen unter enormen Druck. Sie sind selbst großen Belastungen und Beanspruchungen ausgesetzt, tragen gleichzeitig aber auch die Verantwortung für die Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiter.

Vor diesem Hintergrund spielt ein gesundheitsförderlicher Führungsstil eine immer wichtigere Rolle. Angebote zur gesundheitsgerechten Mitarbeiterführung, wie sie von der UBGM beispielsweise in 2011 bei Vattenfall durchgeführt wurden,  können den Führungskräften helfen, sich sowohl ihres Einflusses auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter als auch ihrer eigenen Gesundheit bewusst zu werden und somit dazu beitragen, den Gesundheitszustand aller Beschäftigten zu verbessern.

 

 

Quelle: AOK Fehlzeiten-Report 2011, Schwerpunktthema: Führung und Gesundheit, www.wido.de/fzr_2011.html

 

 

 

Gefährdungsbeurteilung „Psychische Belastung / Gesundheit“

 

Durch den Wandel der Arbeitswelt bestimmen Stress und psychische Belastungen zunehmend die Arbeit sowie die tägliche Wahrnehmung der Mitarbeiter. Wechselnde Beschäftigungsverhältnisse, erhöhte Qualifikationsanforderungen, sich ständig ändernden Tätigkeitsprofile sowie ein Zwang zur permanenten Erreichbarkeit sind zur Normalität geworden.

 

 

Neben den klassischen Belastungen, wie schwerer körperlicher Arbeit, treten psychische Anforderungen an die Mitarbeiter immer weiter in den Vordergrund. Die Ergebnisse der INQA-Studie "Was ist gute Arbeit?" zeigen, dass 41% der Beschäftigten unter einem erhöhten Arbeitspensum /-druck leiden und dadurch die Qualität ihrer geleisteten Arbeit sinkt.

 

 

Diese Überbeanspruchungen beeinflussen auf Dauer die Gesundheit negativ –Psychische Belastung, ermüdungsähnliche Zustände sowie Schlafstörungen oder Depressionen sind die Folge. Nach Angaben der AOK ist der Anteil der Krankheitstage durch psychische Erkrankungen in den letzten 15 Jahren um 70-80% gestiegen. 

 

 

Die von der UBGM durchgeführten Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastungsfaktoren sind ein bewährtes Instrument um die negativ wirkenden Gestaltungsmerkmalen von Arbeitssystemen zu identifizieren. Durch die Analyse der arbeitsorganisatorischen sowie sozialen Bedingungen, können die individuellen Belastungsfaktoren der Mitarbeiter ermittelt und entsprechende Handlungsempfehlungen formuliert werden.

 

 

Weitere Informationen zu Gefährdungsbeurteilungen im Unternehmen finden Sie unter: www.gesundheitsmanagement24.de/analysen/gefaehrdungsbeurteilung/

 

 

 

 

Akkreditierung durch die Berliner Ärztekammer

 

 

Zeitgleich mit der Online-Stellung unserer neuen Internetpräsenz können wir die Akkreditierung der UBGM durch die Berliner Ärztekammer vermelden. 

 

 

Die Kooperation von Medizinern und Unternehmen im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements nimmt weiter zu. Die positiven Aspekte einer Zusammenarbeit zeigten schon die Ergebnisse des Projektes „Ärzte und Betrieb als Kooperationspartner“ (ÄrBeK)“ der Bertelsmann Stiftung. Eine enge Abstimmung und gemeinsame Richtlinien führen nicht nur zu gesünderen Beschäftigten, weniger Fehlzeiten und geringeren Kosten für das Unternehmen, sondern auch zu einer Intensivierung des Arzt-Patienten-Verhältnisses sowie einer besseren Auslastung der Praxen durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Kenntnisse im Bereich des Betriebliches Gesundheitsmanagement werden somit auch für niedergelassene Ärzte immer wichtiger. 

 

 

Im Rahmen der gesetzlich Fortbildungsverpflichtung können Mediziner unser Seminare „Betriebliches Gesundheitsmanagement I - Basisseminar“ jetzt auch ganz einfach über den Fortbildungskalender der Berliner Ärztekammer buchen und sich 18 Punkte auf ihr Konto gutschreiben lassen. 

 

 

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement in deutschen Unternehmen 2011 -

Ein Praxisbericht der UBGM

 

Das Jahr 2011 war gekennzeichnet durch den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland. In den meisten Unternehmen war die Auftragsbücher gut gefüllt und neue Ziele standen auf der Unternehmensagenda. Aber gleichzeitig galt es die Kosten stabil zu halten, wenn nicht sogar weiter zu senken. In nicht wenigen deutschen Betrieben wurde weiter Personal abgebaut und bestehende Strukturen optimiert. Dies führte in vielen Bereichen zur weiteren Arbeitsverdichtung, zum Schmelzen personeller Ressourcen und somit zu weiterer Mehrbelastung des bestehenden Personals.

 

 

Erfreulich ist, dass jedoch viele Unternehmen ihre Mitarbeiter mit diesen Belastungen nicht allein lassen und erkannt haben, dass es die Leistungsfähigkeit und Gesundheit ihrer Belegschaft zu pflegen gilt. So standen Betriebliches Gesundheitsmanagement , Betriebliches Eingliederungsmanagement und EAP (Employee Assistance Programms) in diesem Jahr in vielen Personalabteilungen ganz weit oben auf der Aufgabenliste.

 

 

So führten zum Beispiel der Stromversorger Vattenfall in Berlin, die Sparkasse Hannover oder der österreichische Hörgeräte-Hersteller MED-EL mit Unterstützung der UBGM ein Betriebliches Gesundheitsmanagement ein. Banken, wie z.B. die Union Investment Bank oder auch das Deutsche Luft- & Raumfahrtzentrum implementierten für ihre Mitarbeiter ein Betriebliches Eingliederungsmanagement. Des Weiteren könnte die UBGM das Unternehmen BOSCH in Stuttgart im Rahmen eines Pilotprojektes beim Umgang mit dem demographischen Wandel unterstützen und schulte dort Führungskräfte zum Thema "Gesund Führen". 

 

 

Darüber hinaus stieg das Interesse an externen Mitarbeiterberatungen (EAP - Employee Assistance Programms) sehr stark an. In diesem Bereich arbeitet die UBGM seit 2011 mit einem starken Kooperationspartner, dem führenden und ausschließlich auf diesen Bereich spezialisierten Anbieter für EAP in Deutschland zusammen.

 

 

Unternehmen, die sich mit diesen Themen erst seit kurzer Zeit beschäftigen, ließen z.B. ihre Mitarbeiter aus dem Personalbereich aber auch ihre Betriebs- bzw. Personalräte für den internen Aufbau eines Betriebliche Gesundheitsmanagements und Betrieblichem Eingliederungsmanagement bei der UBGM ausbilden. Diese installierten anschließend neue Strukturen und Prozesse zur Gesundheitsförderung im eigenen Betrieb.

 

 

Als Fazit zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement in deutschen Unternehmen lässt sich sagen, dass dieses Thema nun endlich nach vielen Jahren in den Betrieben angekommen ist und die Unternehmen ihre Mitarbeiter beim betrieblichen und persönlichen Gesundheitsmanagement unterstützen.

 

 

Autor: Stefan Buchner, Master of Public Health, 

Geschäftsführer der UBGM

 

 

 

 

Rezension zur aktuellen Literatur zum „Betrieblichen Gesundheitsmanagement“  im Weiterbildungsmagazin "ManagerSeminare"

 

 

Die aktuelle Rezension Herrn Buchners zum „Handbuch - Resilienz-Training, Widerstandskraft und Flexibilität für Unternehmen und Mitarbeiter“ von Sylvia Kere Wellensiek finden Sie unter folgendem Link:

 

http://www.managerseminare.de/Trainerbuch/Handbuch-Resilienz-Training,19759