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- Newsletter 01/10 - Betriebliches Gesundheitsmanagement & psychische Belastungen
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| Newsletter 01/10 - Betriebliches Gesundheitsmanagement & psychische Belastungen |
"UBGM-Newsletter 01/10 zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement"
1.Thema: Kostenberechnung bei Arbeitsausfall aufgrund psychischen Erkrankungen
Stress- & Burnout-Erkrankungen nehmen in deutschen Unternehmen weiter zu
Die Stress- & Burnout-Gefahr in deutschen Unternehmen nimmt immer mehr zu. Dies zeigen auch alle aktuellen Berichten der gesetzlichen Krankenversicherer. Doch nur wenige Unternehmen haben diese Gefahr schon erkannt und nehmen sich dieser an.
Woran liegt das?
Sicher könnte man sagen, dass es in wirtschaftlich angespannten Zeiten wichtigere Dinge gibt, als sich um "Stress am Arbeitsplatz" zu kümmern. Doch zu viel Stress führt zu Leistungsminderung und Arbeitsunfähigkeit und diese kostet Geld.
Nur wissen sie auch wieviel Geld?
Während ein deutscher Arbeitnehmer durchschnittlich 17 Tage im Jahr fehlt, sind es, wenn eine psychische Belastung als Ursache für die Arbeitsunfähigkeit diagnostiziert wird, statt 17 Tagen - 25 Tage. Nun könnte man sagen, dass es dafür aber nur ein kleinerer Prozentsatz aller Krankheitsursachen psychischer Natur sind. Doch Arbeitsunfähigkeit aufgrund von "psychischen und Verhaltensstörungen", wie die formelle Bezeichnung dafür lautet, sind schon lange keine zu vernachlässigende Größe mehr. Während im Jahr 1976 noch lediglich 2% der Krankheitsursachen auf die Psyche zurückzuführen waren, waren es im Jahr 2009 fast 10% aller Ursachen - Tendenz weiter steigend. Das bedeutet, dass jede 10. Arbeitsunfähigkeit auf die Auswirkungen psychischer Belastung zurück zuführen ist. Und der Mitarbeiter aufgrund dieser Erkrankung durchschnittlich 25 Tage im Jahr gefehlt hat bzw. in den nächsten Jahren weiterhin fehlen wird.
Was kostet 1 Tag Arbeitsausfall?
Es lässt sich sehr genau berechnen, was ein Tag Arbeitsunfähigkeit kostet. Dank wissenschaftlicher Studien der BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) lassen sich die Gesamtkosten für einen AU-Tag auch branchenspezifisch sehr genau bestimmen.
Die Kosten für einen AU-Tag setzen sich wie folgt zusammen:
+ Produktionsausfall + Bruttowertschöpfungs-Ausfall + Ersatzarbeitskraft + Qualitätsmängel/ Servicemängel
Die Kosten für Produktionsausfall und Bruttowertschöpfung lassen sich sehr genau beziffern. So kostet z.B. ein Tag Produktionsausfall im "Produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe" 127,-€. Dazu kommen 198,-€ Bruttowertschöpfungsausfall (Quelle: Kosten-Übersicht BAuA). Das ergibt eine Summe von 325,-€ pro AU-Tag. Wenn wir davon ausgehen, dass ein Mitarbeiter bei Stress- und Burnout-Erkrankungen im Durchschnitt 25 Tage pro Jahr fehlt, dann belaufen sich die jährlichen Kosten rechnerisch auf 8.125,-€/ Mitarbeiter.
Eine Kosten-Übersicht zu allen Branchen finden Sie hier...
Beziehen wir jetzt auch noch die Kosten für Ersatzarbeitskräfte und Qualitäts- bzw. Servicemängel mit in unsere Kalkulation ein, so belaufen sich die Kosten je nach Branche auf 400-500 €/ pro AU-Tag.
Welche Kosten entstehen dem ganzen Unternehmen?
Wenn wir von einer aktuellen Fehlzeiten-Statistik in Deutschland von 4,6% ausgehen und wir betrachten uns ein Unternehmen mit 1000 Mitarbeitern, so heißt das, dass permanent 46 Mitarbeiter arbeitsunfähig sind und dem Unternehmen nicht zur Verfügung stehen. Legen wir hier einen Monatsbruttolohn von 4000,-€ zur Grundlage, so entstehen dem Unternehmen monatliche Kosten von 184.000,-€.
Angesicht dieser Kosten ist es nur schwer verständlich, warum dem Thema der psychischen Belastungen, der Burnout-Gefahr und deren Prophylaxe so wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird.
Autor: Stefan Buchner, Master of Public Health - Gesundheitsberater
Herr Buchner ist Geschäftsführer und Unternehmensberater der UBGM - Unternehmensberatung für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Er und das Team der UBGM, beraten Unternehmen und Behörden zu Gesundheitsanalysen, gesundheitsförderlichen Maßnahmen und evaluiert diese auf ihren Erfolg hin.
2. Thema: Burnout – Symptome erkennen können
Der Begriff "Burnout" oder auch das "Burnout-Syndrom" kommen aus dem Englischen und bedeuten soviel wie „ausgebrannt sein“. Hierbei handelt es sich um ein Erleben völliger psychischer und physischer Erschöpfung und kann theoretisch jeden betreffen. Es wird davon ausgegangen, dass bis zu 25% der Erwerbstätigen in Deutschland mit mehr oder weniger starken Symptomen von Burnout zu kämpfen haben.
Für Arbeitgeber ist es besonders interessant zu sehen, dass in erster Linie die leistungsstarken, produktiven und engagierten Mitarbeiter von Burnout bedroht sind. Da das die Mitarbeiter sind, die ein Unternehmen voran bringen, lohnt es sich, diese bei der Burnout-Prävention zu unterstützen.
Woran erkennen Sie Burnout?
Häufige Symptome bei Burnout sind:
Im Arbeitskontext besonders sichtbar sind auch:
Was können Sie tun?
Wenn Sie die Warnsignale bei sich selbst oder Mitarbeitern erkennen und korrekt deuten, können Sie gegen Burnout in der Regel rechtzeitig präventive Maßnahmen ergreifen, um den körperlichen oder psychischen Zusammenbruch, der am Ende des Burnouts steht, zu verhindern. Dann können Sie aktiv gegensteuern und Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit wieder herstellen.
Am besten holen Sie hierzu professionelle Unterstützung. Denn wer in der Erschöpfungsfalle sitzt oder kurz davor ist, hat meist nur wenige freie Ressourcen, um selbst zeitnah eine Lösung zu finden. Arbeits- und psychologische Unterstützung kann helfen, den Arbeitsplatz besser zu organisieren und persönlich einen besseren Umgang mit den Herausforderungen zu finden.
Autor: Dr. Gregor Wittke, Diplom-Psychologe
Spezialist für Stressbewältigung am Arbeitsplatz Dr. Wittke berät Unternehmen sowie einzelne Personen im professionellen Umgang mit schwierigen und herausfordernden Situationen im Arbeitsleben. Sein Motto lautet: „Stress meistern – Leistung steigern“, für Leistungsfähigkeit und Erfolg, wenn es darauf ankommt!.
Gregor Wittke im Interview für " Die Zeit" zum Thema: "Stress ist eine Frage der Lebenseinstellung"
3. Thema: Kostenlose 0800-Nummer für Betriebliches Gesundheitsmanagement
Seit dem 1.1.2010 biete die UBGM - Unternehmensberatung für Betriebliches Gesundheitsmanagement Ihren Kunden einen weiteren Service. Zukünftig erreichen Sie die Mitarbeiter unter der kostenfreien Servicenummer 0800-0242400. Das Team der UBGM freut sich auf Ihre Anrufe.
4. Thema: Neue UBGM-Seminare in 2010
Das Betriebliche Gesundheitsmanagement ist in deutschen Unternehmen und Behörden weiterhin auf dem Vormarsch. Immer mehr große und mittelständige Unternehmen lassen ihre Mitarbeiter im Bereich des Gesundheitsmanagements und zum Demografiemanagement schulen.
Auf vielfache Anfrage erweitert die UBGM deshalb ihr Seminarangebot um 3 Veranstaltungen. Neu im Katalog 2010 sind:
NEU: Betriebliches Gesundheitsmanagement für Personalentscheider & Führungskräfte
Dieses Seminar wendet sich speziell an Personalleiter, Personalvorstände, Geschäftsführer und alle Personalentscheider, die sich der ernsten Situation auf dem Personalmarkt bewusst sind. Schwerpunkt der Veranstaltung ist die Integration eines Gesundheits-Controllings in Unternehmen und die Berechnung der Wirtschaftlichkeit von Betrieblichem Gesundheitsmanagement.
mehr erfahren >> pdf-Download -Seminar-Broschüre
NEU: Der gesunde Führungsstil - Gesundheitsfördernde & gesundheitsgefährdende Faktoren beim Führen von Mitarbeitern
Diese Veranstaltung richtet sich an alle Mitarbeiter mit Führungsverantwortung und wird von der UBGM als offenes und auch als Inhouse-Seminar angeboten. Ziel der Schulung ist es die Führungskräfte auf ihren großen Einfluss auf die Mitarbeitergesundheit aufmerksam zu machen und ihnen ganz konkrete Maßnahmen nahe zu bringen, diese positiv zu beeinflussen.
mehr erfahren >> pdf-Download - Seminar-Broschüre
NEU: Kompakt-Seminar "Arbeitsplatz-Ergonomie für Bildschirmarbeit"
Das 1tägige Ergonomie-Seminar ist speziell für Bildschirmarbeitsplätze entwickelt und konzentriert sich ganz auf deren konkrete Belastungen. Es werden den Teilnehmern innerhalb kürzester Zeit Arbeitsplatz-Analysen und effiziente sowie alltagstaugliche Maßnahmen zur gesunden Arbeitsplatzgestaltung vermittelt.
mehr erfahren >> pdf-Download - Seminar-Broschüre
Quelle: http://www.jobware.de/Magazin/Stress-und-Burnout-Wie-Sie-Ihre-Mitarbeiter-schuetzen.html |
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