Glossar für Gesundheitsmanagement

GLOSSAR FÜR BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

 

 

Unter Arbeitsplatzergonomie versteht man das Ermöglichen optimaler Arbeitsplatzbedingungen für den Mitarbeiter.Hierfür werden häufig technische Hilfsmittel und Werkzeuge eingesetzt. Klassische Bereiche sind der Produktions-Arbeitsplatz und der Bildschirm-Arbeitsplatz...

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist das systematische Strukturieren und Evaluieren einzelner gesundheitsförderlicher Maßnahmen mit dem Ziel der Steigerung der Mitarbeitergesundheit bzw. -leistungsfähigkeit sowie der Fehlzeitreduktion bzw. Fehlzeitensenkung...

 

Das "Burnout-Syndrom", früher auch "Manager-Krankheit" genannt, betrifft längst nicht mehr nur Führungskräfte oder Menschen in Lehr- oder Pflegeberufen, sondern ist mittlerweile in allen Arbeitsfeldern zu finden. Auch eine  Eingrenzung auf bestimmte Altersgruppen kann anhand der Statistiken nicht eindeutig vorgenommen werden. So können selbst Menschen im Alter von 25-35 Jahren einen "Burnout" erleiden...

 

Als chronische Erkrankungen bezeichnet man Erkrankungen, die sich langsam entwickeln oder von längerer Dauer sind. Die Krankheitsdauer beträgt hier 4 Wochen und mehr. Für den Bereich der Arbeitswelt haben chronische Erkrankungen eine besondere Bedeutung, da sie häufig einen Großteil der Krankheitskosten in Betrieben und Behörden ausmachen...

 

Unter dem demografischen Wandel versteht man die altersstrukturelle Veränderung einer Gesellschaft. Dieses Thema ist besonders in Deutschland stark diskutiert, da hier aufgrund des Rückgangs der Geburtenrate und der immer älter werdenden Menschen eine "Überalterung" der Bevölkerung berechnet werden kann...

 

Unter Betrieblichem Eingliederungsmanagement wird ein systematischer Prozess zur Wiedereingliederung von langzeiterkrankten Mitarbeitern verstanden. Ziel des Eingliederungsmanagements ist es, arbeitsplatzbedingte Ursachen für Erkrankungen zu identifizieren und Lösungen hierfür zur Erarbeiten...

 

Unter der Fehlzeitenreduktion bzw. Fehlzeitensenkung versteht man den systematischen Abbau von einerseits krankheitsbedingten, andererseits motivational bedingten Fehlzeiten in Betrieben und Behörden...

 

Als Führungskräfteentwicklung wird die persönliche und fachliche Weiterentwicklung von Mitarbeitern und Mitarbeitergruppen innerhalb eines Unternehmens, Betriebes oder einer Behörde verstanden. Programme zur Führungskräfteentwicklung haben unterschiedliche Zielsetzungen. Hier wird in das sog. Hard-Skills- & Soft-Skills-Development unterschieden...

 

Als betriebliche Gesundheitsförderung versteht man Maßnahmen der Vermeidung von Gesundheitsrisiken (Primärprävention) sowie zum Erhalt und der Verbesserung der Gesundheit. Typische Maßnahmen der Gesundheitsförderung...

 

Gesundheitstage sind von und in Unternehmen, Betrieben oder Behörden durchgeführte Veranstaltungen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter für persönliche und berufliche Gesundheitsförderung. Diese werden meist in Form von kleinen betriebsinternen "Gesundheitsmessen" mit unterschiedlichen Ständen und Angeboten durchgeführt. Die Angebote werden häufig vom betriebsärztlichen Dienst, Krankenversicherungen...

 

Gesundheitszirkel sind Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Diese dienen einerseits als Analyseinstrument zur Ermittlung von arbeitsbedingten Belastungen aber auch Ressourcen. Andererseits sind sie bereits eine Maßnahme eines BGM-Prozesses, der Partizipation und Kommunikation im Unternehmen fördert und Lösungsstrategien erarbeitet...

 

Human Ressources ist die englische Bezeichnung für "Humankapital". Dies ist eine Bezeichnung aus dem Personalwesen bzw. Personalmanagement für die Mitarbeiter bzw. Belegschaft einer Firma/ eines Unternehmens  oder einer Behörde...

 

Unter sozialer Interaktion versteht man ein wechselseitiges Handeln von Menschen. Hierbei ist grundlegend, dass das Handeln aufeinander bezogen ist und nicht ohne jeglichen Bezug zueinander stattfindet. Die Kommunikation spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle...

 

Junge Führungskräfte bzw. Nachwuchsführungskräfte sind dem Thema "Gesundheit am Arbeitsplatz" häufig offener eingestellt als ältere Führungskräfte. Dies liegt einerseits darin begründet, dass für diese Generation des Managements persönliche Fitness bzw. Leistungsfähigkeit und der langfristige Erhalt dieser eine andere Rolle spielt als in den vorangegangenen Generationen. Junge Führungskräfte haben häufig ein anderes Werteverständnis bezüglich der eigenen Gesundheit und der Gesundheit ihrer Mitarbeiter...

 

Als soziale Kommunikation wird das Handeln zwischen Menschen bezeichnet. Ziel der Kommunikation bzw. des Kommunikationsflusses ist das gemeinsame Wirken. Hierbei sind die Handlungen meist situationsbezogen und auf die Lösung eines Problems gerichtet...

 

Für den Begriff „Langzeiterkrankung“ gibt es keine feste Definition der Anzahl von Krankheitstagen. Der Gesetzgeber schreibt hierzu lediglich in § 84 SGB IX, dass Arbeitgeber bei Langzeiterkrankungen von Mitarbeitern über 6 Wochen die Pflicht zur Durchführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements haben...

 

Als Motivation im organisationspsychologischen Sinne wird der innere Antrieb einer Person zur Erbringung einer Leistung bzw. Arbeit bezeichnet. Hierbei spielen Faktoren wie Arbeitszufriedenheit, Handlungsspielräume, Eigenverantwortlichkeit, Entscheidungsbevollmächtigung und Betriebsklima eine zentrale Rolle...

 

Nichtraucher-Programme sind über einen längeren Zeitraum andauernde und systematisch aufgebaute Maßnahmen zur Tabakentwöhnung. Hierbei ist das Ziel durch eine gesundheitsorientierte Verhaltensänderung den Teufelskreis des Suchtverhaltens zu durchbrechen...

 

Unter Organisationsentwicklung versteht man eine Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen einer Organisation. Im Betrieblichen Gesundheitsmanagement werden in diesem Zusammenhang verschiedene Strukturen wie z.B. Gesundheitszirkel, Arbeitskreise, Gesundheitsanalysen, Führungskräftebeurteilungen, Fortbildungsprogramme, Gesundheitstage oder Firmen-Fitness-Programme im Unternehmen integriert...

 

Programme zur betriebliche Gesundheitsförderung können je nach Betriebs-, Behörden-, bzw. Unternehmensgröße sehr unterschiedlich konzipiert sein. Kleinere Programme sind z.B. "Büro-Fitness"-Workouts, bei denen die Mitarbeiter in ca. 5-10 min. kurze Kräftigungs-, Mobilisations- und Dehnungsübungen erlernen, die sie jederzeit und ohne großen Aufwand am Arbeitsplatz durchführen können...

 

Als Qualitätsmanagement bezeichnet man festgelegte und standardisierte Strukturen und Prozesse zum Erhalt und zur Förderung von Qualitätsfaktoren. Hierfür gibt es in Deutschland unterschiedliche Qualitätsmanagement-Standards, wie z.B. nach EFQM, ISO 9001 oder KTQ im Gesundheitswesen. Unternehmen und Betriebe haben die Möglichkeit nach den Richtlinien der Anbieter prüfen zu lassen und anschließend eine Zertifizierung zu erlangen...

 

Zur Fehlzeitenreduktion bzw. Krankenstandsenkung  gibt es im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung sehr unterschiedliche Herangehensweisen. Mittlerweile bekannt und auch schon gut verbreitet in Deutschland sind sog. Firmen-Fitness-Programme, in denen z.B. Rückenschulen, Entspannungskurse oder Ernährungsberatungen durchgeführt werden...

 

Als Stress im gesundheitspsychologischen Sinne bezeichnet man eine körperliche und psychische Reaktion eines Menschen auf eine für nicht bewältigbar wahrgenommene Situation. Diese Stress-Reaktion kann durch eine Vielzahl von Faktoren, wie z.B. Zeitdruck oder Zeitmangel, soziale Konflikte, ein gestörtes Betriebsklima, inadäquates Führungsverhalten von Vorgesetzten aber auch persönliche bzw. familiäre Probleme ausgelöst werden...

 

Trainer sind meist ausgebildete Spezialisten aus dem Bereich des Personalmanagements. Diese führen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Belegschaft zu unterschiedlichen Themen der Personalentwicklung durch. Häufige Themen in Zusammenhang mit Betrieblichem Gesundheitsmanagement...

 

Die Unfallvermeidung fällt in Betrieben und Behörden in den Aufgabenbereich des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit. Hierzu gibt es in Deutschland eine Vielzahl von Gesetzen und Vorschriften, wie z.B. das Arbeitsschutzgesetz mit Arbeitsstättenverordnungen, das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG) oder das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG)...

 

Das Thema Wertewandel wird in den letzten Jahren zunehmend diskutiert. Auch in den Betrieben, Unternehmen und Behörden haben Maßnahmen wie Umstrukturierungen, Restrukturierungen oder Fusionen dazu geführt, dass die Mitarbeiter das Gefühl der Zugehörigkeit zu einem Unternehmen immer stärker verlieren. Dieser ständige Wandel führt nicht selten zum Verlust der Unternehmenswerte...

 

Für den Arbeitsbereich der Betriebliches Gesundheitsmanagement gibt es z.Z. noch keine staatlichen Zertifizierung für Qualitätsmaßstäbe. Es besteht jedoch die Möglichkeit, sich nach den bestehenden Qualitätskriterien von EFQM, ISO 9001 oder KTQ zertifizieren zu lassen...